Stand: 18.09.2020 10:07 Uhr

Tennis: Top-Teilnehmerfeld am Rothenbaum

Alexander Zverev © picture-alliance / AP Foto: Seth Wenig
Bei den US Open verlor Alexander Zverev erst im Finale.

Alexander Zverev wird nicht beim Tennisturnier am Hamburger Rothenbaum (19. bis 27. September) aufschlagen. Der Lokalmatador, der am vergangenen Sonntag das dramatische Fünf-Satz-Finale der US Open gegen Dominic Thiem verloren hat, beklage immer noch eine mentale Leere nach dem anstrengenden Turnier in New York, sagte Organisator Peter-Michael Reichel NDR 90,3.

Allerdings hat die 114. Auflage des traditionsreichen Sandplatzturniers auch ohne Zverev ein starkes Teilnehmerfeld zu bieten. Elf Spieler aus den Top 20 der Weltrangliste schlagen auf der Anlage des Clubs an der Alster auf. Der Hamburger Sandplatz-Klassiker der ATP-500er-Serie war wegen der Corona-Pandemie von Juli in den September verschoben worden und ist nun ein Vorbereitungsturnier auf die French Open (ab dem 27. September).

Der NDR überträgt ab dem kommenden Mittwoch im Livestream hier bei NDR.de. Der Sportclub zeigt das Finale am Sonntag, den 27. September (12 Uhr) zudem live im NDR Fernsehen.

US-Open-Halbfinalist Medwedew dabei

Neben dem Sieger der beiden vergangenen Jahre, Nikoloz Basilashvili aus Georgien, schlägt auch US-Open-Halbfinalist Daniil Medwedew (Russland) am Rothenbaum auf, der in Flushing Meadows am späteren Sieger Thiem scheiterte. Der Österreicher hatte aus ähnlichen Gründen wie Zverev abgesagt. Medwedew dürfte ebenso ein Titelanwärter sein wie die Nummer sechs der Welt, Stefanos Tsitsipas aus Griechenland. Immer ein Hingucker ob seiner oft spektakulären Spielweise ist mit Sicherheit der Franzose Gael Monfils (Nummer neun der Welt).

"Optimale Vorbereitung auf Roland Garros"

Aus deutscher Sicht halten Routinier Philipp Kohlschreiber und sein Davis-Cup-Kollege Jan-Lennard Struff die Fahne hoch. Beide sind dank Wildcards in der Hansestadt im Hauptfeld dabei. Das deutsche Einzel-Quartett komplettieren Yannick Hanfmann und Dominik Koepfe.

In der Doppelkonkurrenz ruhen die Hoffnungen auf den French-Open-Siegern Andreas Mies und Kevin Krawietz, die sich in Hamburg auf ihre Titelverteidigung in Paris vorbereiten. "Als wir erfahren haben, dass Hamburg in dieser speziellen Zeit doch noch stattfindet, haben wir uns sehr gefreut", so Mies: "Zudem ist es diesmal die optimale Vorbereitung auf Roland Garros, wo wir natürlich ganz besondere Erinnerungen ans letzte Jahr haben."

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2.300 Fans auf dem Center Court erlaubt

Die European Open finden wie alle anderen Sportgroßveranstaltungen unter Corona-Bedingungen statt. Alle Tennisprofis wohnen in einem Hotel am Dammtor und dürfen nur auf die Tennis-Anlage am Rothenbaum, wenn sie und ihre Betreuer einen negativen Corona-Test vorweisen können. Immerhin können täglich 2.300 Fans die Matches verfolgen. "Ich denke, wir haben alles im Griff. Auch mit den Abständen und Hygienemaßnahmen haben wir wirklich sehr viel gemacht, das muss an erster Stellen stehen", sagte Turnierdirektorin Sandra Reichel NDR 90,3. Das Preisgeld ist wegen der finanziellen Folgen der Pandemie um 40 Prozent auf insgesamt 1,1 Millionen Euro gesenkt worden.

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Dieses Thema im Programm:

Sport | 17.09.2020 | 15:00 Uhr

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