Stand: 16.12.2018 20:18 Uhr

"Schnauze voll vom Verlieren": Seawolves siegen 78:70

von Christian Kahlstorff, NDR.de

Die Rostocker Zweitliga-Basketballer der Rostock Seawolves haben ihren Heimfluch besiegt. Am Sonntag gewann das Team von Trainer Milan Škobalj vor 3.541 Zuschauern gegen Tübingen mit 78:70 und beendet damit die Hinrunde in der Zweiten Bundesliga Pro A auf Platz 6 der Tabelle mit acht Siegen und sieben Niederlagen. Bester Spieler bei Rostock war erneut Yannick Anzuluni mit 17 Punkten. Bei Tübingen erzielten die Aufbauspieler Tayler Laser und Donald Timmer jeweils 20 Punkte.

Rostock Seawolves gewinnen gegen Tübingen 78:70

Seawolves starten mit viel Energie

Nach fünf Heimniederlagen in Folge hatten sich die Spieler aus Rostock am Sonntag sichtlich vorgenommen, diese Serie zu brechen. Zuvor war mit der Niederlage in Hamburg auch die Auswärts-Sieges-Serie gerissen. Mit viel Energie und Einsatzwillen konnte das Heimteam das erste Viertel mit 26:18 gewinnen und den Grundstein für den späteren Acht-Punkte-Sieg legen. Auch wenn nicht alle Aktionen gelangen, zeigten die Spieler eine deutlich andere Körpersprache als zuletzt vor heimischem Publikum. Im zweiten und dritten Viertel konnten die Rostocker die Führung bis auf 18 Punkte ausbauen.

"Magic-Johnson-Show": Trainer schimpft über lockere Spielweise

"Wir hatten einfach die Schnauze voll davon, zu Hause zu verlieren", gab sich Yannick Anzuluni nach dem Spiel trotzig. "Und wir wollten wieder Spaß am Spiel haben", so Anzuluni weiter. In der Tat wirkte das Team nicht so verkrampft, wie bei den Niederlagen zuvor. Einzig Coach Škobalj reagierte mit wachsender Verzweiflung an der Seitenlinie. "Dann spielen sie diesen Magic-Johnson-Show-Basketball", schnaubte ein sichtlich unzufriedener Trainer Škobalj nach dem Spiel über die etwas zu lockere Spielwiese, die die Seawolves bis Mitte des vierten Viertels beinahe den kompletten Vorsprung kosten sollte. Der legendäre NBA-Spieler Magic Johnson war bekannt für seine genialen aber auch hochriskanten Pässe und Showeinlagen.

Rostock findet den Spielspaß wieder - und verliert fast das Spiel

Mit dem hohen Vorsprung fingen auch die Rostocker an, verspielter zu werden. In der Folge leisteten sich die Wölfe mehrere unnötige Ballverluste. Tübingen kam bis auf drei Punkte heran (71:68). Es war Yannick Anzuluni, der die Aufholjagd der Gäste mit einem Dreier beendete und das Spiel für Rostock entschied. "Klar hat nicht alles geklappt, aber diesen Spaß muss sich das Team bewahren in den kommenden Spielen", verteidigte der Kanadier das Spiel seines Teams. Tatsächlich dürften die 13 Ballverluste bei 15 erfolgreichen Zuspielen keinen Trainer begeistern; die Zuschauer reagierten hingegen begeistert auf die neu gewonnene Spielfreude. Das nächste Heimspiel der Wölfe wird am 5.1.2019 stattfinden. Zuvor müssen die Seawolves allerdings in Chemnitz gegen den Tabellenführer spielen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 16.12.2018 | 19:00 Uhr

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