Stand: 09.05.2019 19:54 Uhr

SSC schlägt Stuttgart: Titel-Showdown am Sonnabend

von Henning Strüber, NDR.de

Der SSC Palmberg Schwerin hat in der Finalserie um die deutsche Meisterschaft den ersten "Matchball" des MTV Stuttgart abgewehrt und kann weiter vom Titel-Hattrick träumen. Die Mannschaft von Trainer Felix Koslowski bezwang am Donnerstagabend den MTV Stuttgart souverän mit 3:0 (25:15, 25:18, 25:16) und glich in der im Modus "Best of Five" ausgetragenen Finalserie zum 2:2 aus. Das alles entscheidende fünfte Spiel findet nun am Sonnabend um 18.30 Uhr in Stuttgart statt. Beide Teams waren bereits in den Finals der beiden vergangenen Jahre aufeinander getroffen. In beiden Duellen behielt der SSC die Oberhand.

Koslowski: "Das war ganz große Klasse"

Der Sieger dieser Partie ist der neue deutsche Meister. "Der Druck war heute riesig groß", sagte Koslowski nach der Partie. "Was mein Team hier heute abgeliefert hat, war ganz große Klasse. Man hat das Gefühl, dass wir den besten Volleyball spielen, wenn man uns das Messer an die Kehle setzt." Der Coach zeigte sich zuversichtlich, dass seine Mannschaft auch beim Showdown in Stuttgart mutig aufspielen und letztlich erfolgreich sein werde. Dagegen war Stuttgarts Jana Poll zerknirscht: "Es hat heute einfach nicht gereicht."

Denise Hanke verlängert für ein weiteres Jahr

Die erste gute Nachricht für alle Anhänger des SSC gab es bereits vor der Partie: Der Rekordmeister sicherte sich die Dienste von Zuspielerin Denise Hanke für ein weiteres Jahr. Vor der 29-Jährigen hatten bereits die Außenangreiferinnen Gréta Szakmáry und McKenzie Adams sowie die Mittelblockerinnen Beta Dumančić und Lauren Barfield in Schwerin verlängert. Angefeuert von den 2.100 Zuschauern in der ausverkauften Schweriner Volleyballhalle ließ der Rekordmeister von Beginn an keinen Zweifel daran, dass er weiter an die erfolgreiche Titelverteidigung glaubt. Die Gäste aus Schwaben wurden im ersten Satz von der Wucht des mutigen Angriffsspiels der Norddeutschen stellenweise regelrecht überrollt.

SSC dominiert hochkonzentriert bis zum Schluss

Anschließend kamen die Gäste etwas besser ins Spiel und hielten den zweiten Satz lange ausgeglichen. In dieser Phase kam das Pech dazu: Bei einer Abwehraktion verletzte sich Außenangreiferin Julia Schaefer - und das Koslowski-Team brachte den Satz in der Folge sicher nach Hause. Im Gegensatz zur bitteren 2:3-Niederlage am Wochenende in Spiel 3 in Stuttgart hielten die Mecklenburgerinnen diesmal auch in der entscheidenden Phase die Konzentration hoch und dominierten - getragen von überlegenem Annahme- und Aufschlagsspiel - die Partie bis zum Schluss. Dumančić verwandelte schließlich den zweiten von zehn Matchbällen zum vielumjubelten 3:0-Erfolg.

Zur besten Spielerin der Partie wurde SSC-Libera Anna Pogany gekürt. Erfolgreichste Punktesammlerin war die starke Kapitänin Jennifer Geerties, die 14 Zähler verbuchte.

Schwerin erzwingt alles entscheidendes Spiel

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 09.05.2019 | 20:00 Uhr

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