Stand: 13.09.2019 12:24 Uhr

Ludwig: "Endlich haben wir einen rausgehauen"

Laura Ludwig (l.) und Margareta Kozuch haben in Rom den ersten gemeinsamen Turniersieg gefeiert.

Auch fast eine Woche nach dem Triumph beim World-Tour-Finale in Rom ist Beachvolleyballerin Laura Ludwig noch anzumerken, welche Last ihr von den Schultern gefallen ist: Nach einer Saison voller frustrierender Ergebnisse durfte sie mit ihrer neuen Partnerin Margareta Kozuch endlich den langersehnten ersten gemeinsamen Turniersieg feiern. "Das ist immer noch schwer zu begreifen. Das ist ein ganz großes Ding, ein Riesen-Meilenstein - endlich haben wir einen rausgehauen", sagte die 33 Jahre alte Hamburgerin im Interview mit NDR Info. "Es gab viele Ups und Downs und Zweifel. Wir haben hart gearbeitet und uns hier endlich belohnt."

Druck war groß - "umso stolzer können wir jetzt sein"

Bei den deutschen Meisterschaften am Timmendorfer Strand eine Woche zuvor hatte das Duo den zweiten Platz hinter Karla Borger/Julia Sude geholt. Hatte Kozuch zuvor in brenzligen Situationen oft noch die falsche Entscheidung getroffen, trugen die harte Arbeit und die vielen gemeinsamen Trainingsstunden endlich Früchte. In Rom unterstrichen beide diesen Eindruck, der Wendepunkt scheint erreicht. "Der Druck war groß - vor allem für Maggie", räumte Ludwig ein. Die frühere Hallen-Volleyballerin habe schließlich "eine ganz neue Sportart" lernen müssen. "Sie hat das aber super gemeistert. Umso stolzer können wir jetzt sein." Der Triumph in Rom habe sich angefühlt "wie ein Comeback".

"Ich musste Rücksicht und Nachsicht lernen"

Denn auch Ludwig selbst hatte nach ihrer Babypause mit Zweifeln und Frustrationsmomenten zu kämpfen.

Das Beachvolleyball-Duo Margareta Kozuch (l.) und Laura Ludwig © imago images / Beautiful Sports

Laura Ludwig: Nach Rom gibt's Rotwein

NDR 2 -

Beachvolleyballerin Laura Ludwig vom HSV und ihre neue Partnerin Margareta Kozuch haben es den Kritikern gezeigt und das World Tour Finale in Rom gewonnen.

5 bei 4 Bewertungen

Mit von 5 Sternen

bewerten

Vielen Dank.

schließen

Sie haben bereits abgestimmt.

schließen

Vor der Schwangerschaft habe sie sich gewissermaßen "unbeatable" gefühlt und wollte danach "in möglichst kurzer Zeit" wieder das alte Niveau erreichen. Das sei schon "eine harte Nummer" gewesen: "Ich musste erst einmal Rücksicht und Nachsicht lernen." Gedanken an ein Karriereende, wenn es mit dem Sieg in Rom nicht geklappt hätte, gab es nicht wirklich: "Aufgeben ist doof. Ich kann nicht sagen, dass ich aufgehört hätte, dafür ist Beachvolleyball immer noch meine große Leidenschaft. Außerdem war der Glaube an das Potenzial immer da."

Ziel Olympia: "Das ist einfach der Wahnsinn"

Und es gibt ja noch ein großes Ziel. Mit den 1.200 Ranglistenpunkten haben Ludwig/Kozuch einen wichtigen Schritt in Richtung Olympia 2020 in Tokio gemacht. "Olympia ist einfach der Wahnsinn", erklärte Ludwig, die 2016 in Rio mit Kira Walkenhorst Gold gewann, "die ganze Welt schaut auf dieses Event." Und das sei für "eine kleine Sportart, wie es Beachvolleyball immer noch ist", eine ganz wichtige Plattform. Zunächst steht aber erst einmal Abschalten auf dem Programm. Ob das Duo sowohl beim Drei-Sterne-Turnier in Zhongwei/China (30. Oktober bis 3. November) als auch beim Vier-Sterne-Event in Chetumal/Mexiko (13. bis 17. November) antritt, ist noch nicht entschieden.

Weitere Informationen

Ludwig/Kozuch: Es gibt viel zu tun für Tokio

Laura Ludwig und Margareta Kozuch sind bei der Beachvolleyball-WM in Hamburg früh ausgeschieden. Trainer Jürgen Wagner sieht Korrekturbedarf auf dem Weg zu den Olympischen Spielen 2020. mehr

Beachvolleyball: Kozuch/Ludwig wollen hoch hinaus

Olympiasiegerin und Weltmeisterin Laura Ludwig bereitet sich mit ihrer neuen Partnerin Margareta Kozuch auf die Saison vor. NDR.de hat das Duo am Kap der Guten Hoffnung getroffen. mehr

Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 17.09.2019 | 11:25 Uhr