Stand: 27.06.2019 18:50 Uhr

Kieler Woche: Deutsche Crew segelt an die Spitze

Victoria Jurczok (l.) und Anika Lorenz (49erFX) segeln bei der Kieler Woche um den Sieg.

Mit einem starken zweiten Tag bei der 125. Kieler Woche sind Victoria Jurczok und Anika Lorenz (Berlin) an die Spitze der 49erFX-Konkurrenz gesegelt. Ihre nationalen Kontrahentinnen um das Olympiaticket für Tokio, Tina Lutz und Susann Beucke aus Strande, verbesserten sich am Donnerstag ebenfalls und liegen nur sechs Punkte zurück auf Rang vier. Der Kieler Paul Kohlhoff verteidigte mit Alice Stuhlemmer aus Altenholz die Führung im Nacra-17-Katamaran erfolgreich.

49er-Crew schiebt sich nach vorne

Im sechsten Rennen holten Tim Fischer und Fabian Graf weit aus und schoben sich mit einem Sieg auf den Bronzerang der 49er vor. "Der Beginn war etwas holprig, aber wir sind hergekommen, um zu gewinnen", meinte der Steuermann. Auch die scheinbar unantastbaren Neuseeländer Peter Burling und Blair Tuke, die vor Kiel auf Gold-Kurs segeln, seien schlagbar - so wie in der letzten Wettfahrt des Tages. Keine Fortune hatten dagegen Justus Schmidt und Max Böhme (Kiel), die auf dem 15. Platz bleiben.

Norddeutsches Duo überzeugt im Katamaran

Einen weiteren Glanzpunkt setzte die Mixed-Crew Kohlhoff/Stuhlemmer, die auf dem mit Tragflächen ausgestatteten Zweirumpfboot einem vierten Einzelplatz zwei Tagessiege folgen ließen. Kohlhoff meinte: "Wir wollen den überaus positiven Verlauf noch nicht überbewerten. Abgerechnet wird nach dem Medaillenrennen am Sonntag." Der Vorsprung vor den Verfolgern Bissaro/Frascari aus Italien betrage schließlich nur zwei Zähler.

Im schwächer besetzten Finn-Dinghy-Klassement tauschten Philipp Kasüske aus Berlin und der Hamburger Max Kohlhoff die Plätze zwei (nun Kasüske) und vier. Im starken Feld der Laser-Radial-Frauen verbesserte sich Svenja Weger (Potsdam) auf Platz sechs, Pia Kuhlmann aus Wunstdorf am Steinhuder Meer auf den zwölften Rang ab.

Ausgedünnte Bootsklassen

Aufgrund von Kollisionen mit anderen Großveranstaltungen wie der Laser-WM in Japan fehlt die Weltelite in anderen Olympia-Klassen. "Der zweite Teil ist mit etwas ausgedünnten Klassen gestartet", räumte Dirk Ramhorst ein. Der Kieler-Woche-Organisationsleiter hofft, "dass wir in zwei Jahren einen übergeordneten Kalender vom Weltseglerverband World Sailing bekommen, der sicherstellt, dass die Kieler Woche nicht von anderen Serien kannibalisiert wird".

Mit knapp 500 Aktiven und 325 Booten aus 48 Nationen schwächelt die weltgrößte Regattawoche.

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Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 27.06.2019 | 18:30 Uhr