Stand: 12.07.2020 11:38 Uhr

Kerber lässt Comeback-Zeitpunkt offen

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Angelique Kerber will ihre Rückkehr auf die WTA-Tour wegen der Coronavirus-Pandemie nicht überstürzen.

Mit dem Sandplatz-Turnier in Palermo soll am 3. August die fünfmonatige Corona-bedingte Pause der WTA-Tour enden. Für Deutschlands beste Tennisspielerin, Angelique Kerber, ist ein Start bei der Veranstaltung in Sizilien allerdings "derzeit ausgeschlossen", wie sie nach ihrem Showmatch am Sonnabend in Bad Homburg an der Seite von Fed-Cup-Trainer Rainer Schüttler gegen Davis-Cup-Teamchef Michael Kohlmann und Nachwuchsspielerin Mara Guth erklärte. "Wir sind noch mitten in der Pandemie, weswegen ich für mich entschieden habe, die Lage vorerst weiter zu beobachten", sagte die Kielerin.

"Niemand will sich jetzt in den Flieger setzen"

Die 32-Jährige ließ auch offen, ob sie bei den am 31. August beginnenden US Open aufschlagen wird, die sie 2016 gewann. "Stand heute, sage ich ganz ehrlich, kann ich es mir nicht vorstellen. Ich glaube, niemand will sich jetzt in den Flieger setzen und nach New York fliegen. Aber bis dahin sind ja noch ein paar Wochen Zeit, und man wird weiter beobachten müssen, wie sich die Lage in den kommenden Wochen entwickelt. Das gilt auch für die Situation mit den Flügen und den Hotels vor Ort, wobei in allen Bereichen die Sicherheit gewährleistet sein muss", erklärte die frühere Weltranglisten-Erste.

Sie sorge sich sehr, dass sie oder ein Mitglied ihres Teams sich auf der Reise zu Turnieren mit dem Coronavirus infizieren könnten, sagte Kerber: "Leider ist es ja auch so, dass noch weitestgehend unklar ist, welche Nachwirkungen eine Ansteckung haben kann."

Nur sieben Spiele in diesem Jahr

Die gebürtige Bremerin hatte vor der Corona-Pause in diesem Jahr lediglich sieben Spiele (vier Siege) auf der WTA-Tour bestritten. Nach ihrem Achtelfinal-Aus bei den Australian Open gegen die Russin Anastasia Pawljutschenkowa verzichtete die Kielerin aus gesundheitlichen Gründen zunächst auf weitere Turnierteilnahmen. Dann sorgte die Pandemie dafür, dass die 32-Jährige ihrem Job nicht mehr nachgehen konnte.

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Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 11.07.2020 | 19:30 Uhr