Stand: 02.04.2020 11:11 Uhr

Kerber: Wimbledon-Absage "konsequent und richtig"

Es war am 14. Juli 2018, als Angelique Kerber wie vom Blitz getroffen auf den "Heiligen Rasen" sank und die Hände vors Gesicht schlug. Die Kielerin hatte soeben das wichtigste Tennisturnier der Welt gewonnen - Wimbledon. "Mein Lebenstraum ist in Erfüllung gegangen. Das ist das schönste Gefühl bisher in meiner Karriere", sagte sie damals überglücklich.

Die aktuelle Gefühlslage der 32-Jährigen könnte unterschiedlicher nicht sein, nach der Corona-bedingten Absage der diesjährigen Auflage des Klassikers in London: "Ich bin natürlich enttäuscht, Wimbledon ist jedes Jahr mein absolutes Highlight. Aber momentan kann man nur hoffen, das wir alle gut durch diese Zeit kommen und bald wieder Normalität zurückkehrt", sagte die ehemalige Nummer eins der Weltrangliste.

Kerber: "Momentan zählen andere Dinge"

Es ist die erste Wimbledon-Absage seit dem Zweiten Weltkrieg und nach den Olympischen Spielen und der Fußball-EM das nächste Sporthighlight, auf das die Fans und Athleten im Jahr 2020 schweren Herzens verzichten müssen. "Aber momentan zählen andere Dinge, die wichtiger sind. Und da ist es konsequent und richtig, dass der Profisport in den Hintergrund tritt und eine Pause einlegt", so Kerber.

Tennis-Tour: Pause bis mindestens Mitte Juli

Ursprünglich war das Grand-Slam-Turnier in der englischen Hauptstadt für den Zeitraum vom 29. Juni bis 12. Juli geplant worden, nun wird erst wieder mit einem Jahr Verspätung vom 28. Juni bis 11. Juli 2021 gespielt werden. Im selben Schritt verkündeten die Männer-Tour ATP und die Frauen-Tour WTA eine Verlängerung ihrer Spielpause bis mindestens 13. Juli. Dies bedeutet auch, dass die Premiere des neues Rasen-Turniers in Bad Homburg im Juni betroffen ist. Kerber sollte dort als das Aushängeschild sein.

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Sport aktuell | 02.04.2020 | 09:25 Uhr

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