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Internationale Starter im Fokus

Medaillensammler, Überflieger, Senkrechtstarter, Stars der Leichtathletik: Sportschau.de gibt in einer Multimedia-Doku einen Überblick, auf welche internationalen Starter Sie bei der EM in Berlin besonders achten sollten.

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Aus rechtlichen Gründen sind die Videos nur in Deutschland zu sehen.

 

Karsten Warholm - Der furchtlose Wikinger

Karsten Warholm sorgte im vergangenen Jahr bei der WM in London für eine Sensation, als er mit gerade einmal 21 Jahren zum jüngsten Weltmeister aller Zeiten über 400 m Hürden avancierte. "Ich bin jung, ich bin dumm, ich bin einfach drauflos gerannt", sagte der frühere Zehnkämpfer zu seinem Coup. Erst zu Beginn der Saison hatte sich der schlagfertige Norweger auf die Langhürden verlegt, in diesem Jahr verbesserte er seine persönliche Bestzeit kurz vor der EM in 47,65 Sekunden um satte 16 Hundertstel - Landesrekord. Wikingerhut (-helm) ab!

Kevin Mayer - Der neue König der Athleten

Auch an Kevin Mayer führte bei der WM 2017 kein Weg vorbei. Der Franzose siegte in London überlegen, ohne zuvor in der Saison einen Zehnkampf vollständig absolviert zu haben. 2016 in Rio noch Zweiter hinter Ashton Eaton, avancierte er nach dessen Karriereende 2017 auf Anhieb zum legitimen Nachfolger des Amerikaners. Der Olympiasieger traut ihm auch den Angriff auf seinen Weltrekord von 9.045 Zählern zu. "Er ist unglaublich. Und auch mental extrem stark", sagt der WM-Dritte Kai Kazmirek über den Freiluft- und Hallen-Weltmeister.

Renaud Lavillenie - Der Überflieger

Renaud "Air" Lavillenie kam mit 15 vom Voltigieren zur Leichathletik, war jahrelang der Dominator im Stabhochsprung. Der Franzose hat so ziemlich alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt - nur Weltmeister im Freien wurde er nie. 17 Medaillen bei Großereignissen, sechs Gesamtsiege in der Diamond League und der in der Halle aufgestellte Weltrekord von 6,16 m - der Name Lavillenie garantiert spektakuläre Flugshows. Auch heute springt er weiterhin hoch, aber auch die Konkurrenz ist stark.

Armand "Mondo" Duplantis - Das Wunderkind

Ihm gehört die Zukunft: Armand "Mondo" Duplantis. Der 18-Jährige besitzt die schwedische und amerikanische Staatsbürgerschaft, lebt in den USA und startet für Schweden. Bereits mit 13 Jahren hielt er sieben Altersgruppenweltrekorde. Im April 2017 meisterte er 5,90 m - U20-Welt- und schwedischer Rekord! Sein erklärtes Idol Lavillenie überquerte die 5,90 m im Alter von 22, der legendäre Sergej Bubka mit 21. In diesem Jahr steigerte sich das "Wunderkind" auf 5,92 m. Seinen Vater Greg hat er längst abgehängt: Der war immerhin selbst ein 5,80-m-Springer. "Ich will der Beste sein, den es jemals gegeben hat", sagt "Mondo".

Sandra Perkovic - Die Diskus-Dominatorin

Sandra Perkovic wirft in einer eigenen Liga und gilt spätestens seit ihrem Olympiasieg 2012 als nahezu unschlagbar. Auch 2016 in Rio siegte die Kroatin, hinzu kommen zwei WM-Titel und viermal EM-Gold. Nur bei der WM 2015 in Peking musste sie sich mit Silber begnügen. 71,41 m im vergangenen Jahr bedeuteten den weitesten Wurf seit 25 Jahren. "Es gibt keine Grenzen", sagt die Diskuswerferin. Es liegt aber auch ein Schatten auf ihrer glanzvollen Karriere: 2011 wurde sie wegen eines Dopingvergehens für sechs Monate gesperrt.

Ivana Spanovic - Die Zuverlässige

Die EM-Titelverteidigerin in Berlin zählt zu den konstantesten Medaillensammlerinnen der internationalen Leichtathletik. Zwischen 2007 und 2016 war die Siebenmeterspringerin bei nahezu allen großen Meisterschaften erfolgreich, holte Olympia-Bronze 2016, WM-Bronze 2013 und 2015, wurde zweimal Hallen-Europameisterin und in diesem Jahr Weltmeisterin unter dem Dach. Als WM-Dritte 2015 gewann sie die erste Medaille für Serbien bei einer Leichtathletik-WM.

Ekaterini Stefanidi - Die Titelsammlerin

Stabhochspringerin Ekaterini Stefanidi leidet eigentlich unter Höhenangst. "Wenn ich springe, habe ich aber alles unter Kontrolle und es geht auch so schnell", sagt die Griechin. 2016 ging der Stern der technisch herausragenden Überfliegerin richtig auf: Als Olympiasiegerin, Europameisterin und Diamond-League-Siegerin setzte sie sich gegen die Weltklasse-Konkurrenz souverän durch. 2017 wurde Stefanidi zudem erstmals Weltmeristerin. Sie holte damit binnen 13 Monaten vier große Titel und ist gleichzeitig Europameisterin, Olympiasiegerin, Hallen-Europameisterin und Weltmeisterin.

Dafne Schippers - Die fliegende Holländerin

Selten hat eine Floskel so gut gepasst: Dafne Schippers ist die "fliegende Holländerin". 2013 bei der WM in Moskau noch Dritte im Siebenkampf, kam schon im Jahr darauf der Durchbruch im Sprint. Die stets relaxte Ausnahmeathletin siegte bei der EM in Zürich über 100 und 200 m und startete damit eine glanzvolle Karriere. 2015 und 2017 wurde sie Weltmeisterin, schlug über 200 m die schnellsten Läuferinnen aus den USA und der Karibik. 2016 holte sie über 200 m Olympia-Silber und EM-Gold über 100 m sowie mit der Staffel. In ihrer Heimat ist sie ein Idol und gilt als Nachfolgerin der legendären "fliegenden Hausfrau" Fanny Blankers-Koen.

Anita Wlodarczyk - Die Herrin der Ringe

Anita Wlodarczyk ist einer der absoluten Top-Stars der Leichtathletik. An der Polin führt im Hammerwurf seit vielen Jahren (fast) kein Weg vorbei. Sie ist Olympiasiegerin 2012 und 2016, wurde Weltmeisterin 2009, 2015 und 2017 sowie Europameisterin 2012, 2014 und 2016. Als einzige Frau wuchtete sie den Hammer über 80 m, in Rio holte sie 2016 Gold mit der Weltrekordweite von 82,29 m. Zwei Wochen später steigerte sie sich auf 82,98 m - sieben Mal hat sie den Weltrekord bereits verbessert. Auch im Berliner Olympiastadion ist ihr das schon zweimal gelungen. "Der dritte Weltrekord in diesem Stadion - das wär's", sagt sie.

Dina Asher-Smith - Die britische Hoffnungsträgerin

Dina Asher-Smith setzte 2015 im britischen Sprint neue Maßstäbe, als sie als erste Frau die 100 m in einer Zeit unter elf Sekunden lief und über 200 m den 31 Jahre alten Rekord von Kathy Cook auf 22,07 Sekunden verbesserte. In Berlin tritt die 22-Jährige über 100 und 200 m als europäische Jahresbeste an, über 100 m steigerte sie sich (und damit den nationalen Rekord) in dieser Saison auf 10,92 Sekunden. EM-Gold 2016 über 200 m sowie Olympia-Bronze und zwei WM-Medaillen mit der Staffel (Silber 2017, Bronze 2013) hat sie unter anderem bereits in der Vita stehen. Schon in Berlin dürften mehr Meriten dazukommen.

Ramil Guliyev - Der türkische Goldjunge

Ramil Guliyev ist aserbaidschanischer Herkunft, startet aber seit 2011 für die Türkei. Im vergangenen Jahr sprintete der Vize-Europameister von Amsterdam bei der WM in London über 200 m zum Sieg - und schrieb damit Geschichte. Noch nie zuvor hatte ein türkischer Leichtathlet bei Weltmeisterschaften Gold gewonnen. Auch in Berlin ist Guliyev als Europas Nummer eins mit 19,90 Sekunden der Favorit.

Filippo Tortu - Der italienische Blitz

Filippo Tortu sorgte im Juni für einen Paukenschlag, als er in Madrid als zweiter weißer Sprinter nach dem Franzosen Christophe Lemaitre unter zehn Sekunden blieb. 9,99 - noch nie zuvor hatte ein Italiener die magische Marke geknackt. Was für ein Durchbruch des gerade einmal 20-Jährigen wenige Wochen vor der EM, bei der er nun als aktuelle europäische Nummer drei über 100 m startet!

Pawel Fajdek - Der Serien-Weltmeister

Als Pawel Fajdek 2013 in Moskau zum ersten Mal WM-Gold gewann, entthronte er nicht nur den klaren Favoriten Krisztian Pars aus Ungarn, sondern avancierte auch mit 24 Jahren zum jüngsten Weltmeister im Hammerwerfen. Zwei weitere WM-Titel folgten, in Berlin ist Europas aktuelle Nummer zwei zudem Titelverteidiger. Lediglich bei den Olympischen Spielen 2016 riss die Siegesserie des Polen nach 26 Erfolgen hintereinander: In der Qualifikation versagten dem 83-m-Werfer wie schon vier Jahre zuvor in London die Nerven.

Pierre-Ambroise Bosse - Der Sensations-Weltmeister

"Wer, ich?!" Pierre-Ambroise Bosse konnte es selbst kaum glauben. Immer war er gut mitgelaufen, im vergangenen Jahr lag er dann endlich einmal vorn: Er wurde sensationell Weltmeister. Als erster Franzose gewann er damit Gold über 800 m bei einer Leichtathletik-WM. Mit seinem Erfolg durchbrach der Olympia-Vierte die afrikanische Dominanz über die doppelte Stadionrunde.

Nafissatou Thiam - Der Favoritenschreck von Rio

Jessica Ennis-Hill oder Brianne Theisen-Eaton - das war die Frage vor dem olympischen Siebenkampf 2016 in Rio. Doch am Ende siegte die junge Belgierin Nafissatou Thiam, die sich mit insgesamt sechs persönlichen Bestleistungen Gold vor den Favoritinnen sicherte. Im vergangenen Jahr löste die Hallen-Europameisterin mit 7.013 Punkten Sabine Braun als Meetingrekordhalterin im Mehrkampf-Mekka Götzis ab und übertraf als vierte Frau überhaupt die 7.000-Punkte Marke. Bei der WM in London sicherte sich die Welt-Leichtathletin des Jahres 2017 Gold vor Carolin Schäfer.

Maria Lasitskene - Weltmeisterin unter neutraler Flagge

Maria Lasitskene war die einzige russische Leichtathletin, die nach der Sperre ihres Verbandes wegen systematischen Dopings WM-Gold gewann. 2017 wiederholte sie mit übersprungenen 2,03 m ihren WM-Sieg von 2015, den sie noch unter ihrem Mädchennamen Maria Kuchina errungen hatte. Auch in Berlin startet die Hallen-Weltmeisterin und Weltjahresbeste (2,04 m), die schon als Kind als Ausnahmetalent galt, als Athletin unter neutraler Flagge.

Sergej Schubenkow - Der formstarke Weltjahresbeste

Auch Hürdensprinter Sergej Schubenkow ist bei der EM als neutraler Athlet dabei. Der zweimalige Europameister und Weltmeister von 2015 in Peking ist in überragender Form, tritt bei der EM in Berlin als Weltjahresbester an. Anfang Juli steigerte er seinen nationalen Rekord auf 12,92 Sekunden, der Weg zum Gold führt nur über den Vize-Weltmeister von London.

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live
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Credits

Bettina Lenner
Christin Woyczik

Musik:
"The Moment", Who's Molly?

 

 

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Die deutschen Medaillenkandidaten

Vor zwei Jahren gewannen die deutschen Leichtathleten in Amsterdam fünfmal Gold und holten insgesamt 16 Medaillen. Was ist bei der Heim-EM in Berlin möglich? Sportschau.de gibt einen Überblick. Bildergalerie

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