Stand: 12.09.2017 12:45 Uhr

Hörmann: Hamburg hätte gute Chancen gehabt

Am Mittwoch werden in Lima die Olympischen Spiele der Jahre 2024 und 2028 an Paris und Los Angeles vergeben. Auch Hamburg hätte in der peruanischen Hauptstadt im Rennen sein können. Dass dies nicht der Fall ist, bedauert Alfons Hörmann noch heute: "Es ist ewig schade, dass wir mit dem faszinierenden Konzept Hamburgs nicht im internationalen Wettstreit antreten konnten. Damals haben ja viele geunkt, dass Hamburg chancenlos wäre. Ich denke, wenn man sich jetzt die aktuelle weltpolitische Gemengelage, die Positionierung Deutschlands, die Stärke einer Kanzlerin Merkel in der internationalen Wahrnehmung ansieht, dann wären wir durchaus mit guten Chancen nach Lima gereist", sagte der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) dem NDR.

Sommerspiele 2032 in Nordrhein-Westfalen?

Ist überhaupt noch einmal mit Olympischen Spielen in Deutschland zu rechnen? "Irgendwann sicher", so Hörmann: "Die Frage, wer von uns das noch wie und wo erleben wird, die sei aber mal sehr offen in den Raum gestellt." Die Olympia-Initiative Rhein-Ruhr möchte die Sommerspiele 2032 nach Nordrhein-Westfalen und somit wieder nach Deutschland holen.

So sahen Hamburgs Olympia-Pläne aus

Doppelvergabe an Paris und Los Angeles

Paris und Los Angeles sind die letzten verbliebenen Städte im Rennen um die Spiele 2024. Damit keiner der beiden Bewerber verprellt wird, hatte IOC-Präsident Thomas Bach eine Doppelvergabe vorangetrieben, die Paris und Los Angeles nacheinander berücksichtigt. Die offizielle Kür bei der IOC-Vollversammlung in Lima gilt als Formalie.

Hamburger Bewerbung scheitert im Referendum

Ursprünglich hatte sich auch Deutschland für die Olympischen Spiele 2024 bewerben wollen. Die Einwohner Hamburgs hatten sich allerdings Ende November 2015 in einem Referendum mehrheitlich gegen die Olympia-Pläne ausgesprochen - mit 51,6 Prozent der Stimmen. Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) hatte vor dem Referendum gesagt, dass die Spiele insgesamt rund 11,2 Milliarden Euro kosten würden. Für die Hansestadt sollten am Ende 1,2 Milliarden Euro an Kosten übrig bleiben. Aber eine Einigung mit dem Bund, wer welchen Anteil der Kosten trägt, hat es bis zum Referendum nicht gegeben.

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Der Mythos von olympischer Nachhaltigkeit

10.09.2017 23:35 Uhr
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Dieses Thema im Programm:

NDR//Aktuell | 13.09.2017 | 14:00 Uhr