Stand: 08.04.2020 10:50 Uhr

Hochspringerin Onnen bleibt positiv gestimmt

Imke Onnen freut sich über einen geglückten Versuch.

Besser hätte das Jahr für Imke Onnen nicht beginnen können. 1,96 m überquerte die Hochspringerin aus Hannover im Februar beim Hallenmeeting in Karlsruhe: persönlicher Rekord eingestellt. Damit hatte sie auch die Olympia-Norm erfüllt. Doch die Spiele in Tokio finden in diesem Sommer aufgrund der Corona-Pandemie nicht statt. Erst ein Jahr später wird Onnen die Chance haben, um eine Olympia-Medaille zu springen.

Olympia-Qualifikation hat auch 2021 Bestand

Doch die 25-Jährige blickt trotz der Olympia-Verschiebung und den erschwerten Trainingsbedingungen positiv in die Zukunft. Zum einen hätten ihre Sponsoren eine weitere Zusammenarbeit zugesagt. Zum anderen haben das Internationale Olympische Komitee (IOC) und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) bekräftigt, dass bereits qualifizierte Athleten ihr Olympia-Ticket auch 2021 behalten dürfen. "Alles war in der Schwebe, und wir wussten nicht, woran wir sind. Das war eine große mentale Herausforderung. Umso entspannter bin ich, dass meine Qualifikationshöhe auch für 2021 zählen wird. Ich bin mittlerweile sehr positiv gestimmt", freute sich Onnen im Gespräch mit dem NDR Hörfunk.

Spezialtraining am Olympiastützpunkt wieder möglich

Auf Spezial-Training musste die Hochspringerin allerdings in den vergangenen Wochen verzichten. Der Olympiastützpunkt in Hannover war geschlossen. Doch erneut gab es für Onnen gute Nachrichten: Am Dienstag verkündete das niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport die Wiedereröffnung der Sportstätten für Top-Athleten. Onnen kann nun wieder das erhoffte "Techniktraining an der Anlage" bestreiten.

Gibt es 2020 überhaupt noch Wettkämpfe?

Ungewissheiten bleiben dennoch: Gibt es in diesem Jahr überhaupt noch einmal Wettkämpfe? Findet die Europameisterschaft in Paris statt? Am 7. und 8. Mai soll über eine mögliche Absage der EM entschieden werden. Angesichts der aktuellen Situation in Frankreichs Hauptstadt dürfte eine Austragung aber unwahrscheinlich sein.

Onnen würde dies keineswegs aus der Bahn werfen. "Insgesamt versuche ich, die Situation positiv zu sehen und habe mir neues Potenzial erarbeitet", betonte sie. Spätestens 2021 soll sich dies auch in guten Wettkampf-Ergebnissen auszahlen.

Weitere Informationen

Niedersachsen: Sportstätten öffnen für Top-Athleten

Top-Athleten, die mit dem Sport ihren überwiegenden Lebensunterhalt bestreiten, dürfen in Niedersachsen wieder an Sportstätten trainieren. Der Olympiastützpunkt in Hannover kann seinen Betrieb wieder aufnehmen. mehr

Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 08.04.2020 | 10:25 Uhr