Stand: 06.07.2019 21:21 Uhr

Hamburg-Triathlon: Lindemann und Nieschlag Siebte

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Laura Lindemann landete diesmal nicht auf dem Podest.

Laura Lindemann hat beim Hamburg-Triathlon ihren dritten Podestplatz in Serie verpasst. Nach einem dritten und einem zweiten Platz in den beiden Vorjahren musste sich die Potsdamerin diesmal im Sprint über 750 Meter Schwimmen, 21 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen mit Rang sieben begnügen. Mit der Entscheidung an der Spitze hatte die 23-Jährige nichts zu tun. Nach einer starken Laufleistung ging der Sieg in der Zeit von 59:24 Minuten an Non Stanford aus Großbritannien. Die Nummer fünf der Weltrangliste verwies die Französin Cassandre Beaugrand und Summer Rappaport aus den USA auf die Plätze zwei und drei.

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"Beim Laufen nicht die schnellen Beine"

"Mit dem Schwimmen war ich zufrieden. Beim Radfahren hatte ich großen Respekt vor der rutschigen Strecke und konnte einen Sturz nur knapp vermeiden. Beim Laufen hatte ich dann nicht die schnellen Beine, die ich mir gewünscht hätte", sagte Lindemann im ZDF. Wegen eines vereiterten Backenzahns hatte sie eine mehrwöchige Trainingspause einlegen müssen.

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Gesamtführende Zaferes stürzt mit dem Rad

Großes Pech hatte Katie Zaferes (USA). Die Gesamtführende der World Series kam auf der durch den Dauerregen rutschigen Fahrstrecke zu Fall. Sie blieb zwar unverletzt, musste jedoch ihr Rad wieder herrichten, verlor fast eineinhalb Minuten und wurde am Ende 35. Sie lag damit sogar noch hinter der Potsdamerin Caroline Pohl (19.) und Nina Eim aus Itzehoe (28.). Anja Knapp aus Dettingen musste das Rennen aufgeben. Rund 100.000 Zuschauer verfolgten das Rennen in der Hansestadt, das die siebte von insgesamt neun Stationen der Triathlon-Weltserie ist.

Nieschlag meldet sich in Weltspitze zurück

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Im Elitefeld der Männer wurde Justus Nieschlag (Lehrte) als bester Deutscher in 55:25 Minuten ebenfalls Siebter. Doch während diese Platzierung für Lindemann eine leise Enttäuschung war, passierte der Niedersachse mit strahlendem Gesicht die Ziellinie. Nach langwierigen Achillessehnenproblemen meldete er sich in der Weltspitze zurück. "Es ist ein grandioses Gefühl, es war für mich ganz persönlich ein wichtiges Rennen. Auf dieser Welle will ich weiter surfen", sagte Nieschlag, den sogar noch ein glimpflich verlaufener Sturz einige Sekunden gekostet hatte.

Der Hannoveraner Jonas Schomburg wurde dagegen den Erwartungen nicht ganz gerecht - auch nicht seinen eigenen. Sein Ziel, eine Top-Ten-Platzierung zu erreichen, verpasste der 25-Jährige am Ende recht deutlich. Er belegte mit 51 Sekunden Rückstand auf den Sieger Jacob Birtwhistle (Australien) Rang 20. Vincent Luis (Frankreich) und Jelle Geens (Belgien) belegte die Plätze zwei und drei. Der Potsdamer Lasse Lührs war als 14. zweitbester Deutscher. Der vor dem Rennen in der WM-Rangliste führende Spanier Fernando Alarza kam nicht über Platz 45 hinaus und verlor seine Spitzenposition an Luis.

Mixed-Staffel durch Olympia-Aufnahme aufgewertet

Am Sonntag geht es in der Mixed-Staffel (viermal 300 Meter Schwimmen, sieben Kilometer Radfahren und 1,7 Kilometer Laufen) um die WM-Krone. 17 Teams sind am Start. Diese Disziplin wird schon seit 2013 rund um die Alster ausgetragen und gehört 2020 in Tokio erstmals zum olympischen Wettkampfprogramm. "Über ihn kann man sich olympische Einzelstartplätze sichern. Deshalb ist dieser Wettbewerb für viele Länder wichtiger geworden", sagte die ehemalige U23-Weltmeisterin Lindemann mit Blick auf die Konkurrenz. In der aktuellen Qualifikations-Rangliste ist Deutschland Vierter.

Neben den Profis sind beim Hamburg-Triathlon, der als größter der Welt gilt, rund 10.500 Hobbysportler dabei.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 07.07.2019 | 19:30 Uhr