Gerrit Fauser (v.r.) von den Grizzlys Wolfsburg jubelt mit Anthony Rech und Mathis Olimb © picture alliance/dpa Foto: Andreas Gora

Grizzlys: Mit neuem Coach und neuem Stil in die neue DEL-Saison

Stand: 10.09.2021 09:07 Uhr

Heute beginnt für die Grizzlys Wolfsburg die neue Eishockey-Saison mit einem Auswärtsspiel bei den Kölner Haien - dem Ex-Club von Neu-Coach Mike Stewart.

Im Frühjahr wurden die Grizzlys zum vierten Mal Vizemeister der Deutschen Eishockey Liga, scheiterten erst im Finale an den Eisbären Berlin. Auf dem Weg dorthin warfen sie den Nordrivalen aus Bremerhaven und Titelverteidiger Mannheim aus den Play-offs. Eigentlich kein Grund, einen Trainer zu wechseln. Die Niedersachsen machten es trotzdem: Sie wollen in jeder Hinsicht einen Stilwechsel.

Grizzlys starten in ihre 16. DEL-Saison

Mit Mike Stewart als Coach starten die Wolfsburger nun in ihr 16. DEL-Jahr. Der Austro-Kanadier löste im Sommer den ehemaligen Bundestrainer Pat Cortina ab, der in der VW-Stadt trotz der Vizemeisterschaft einen schweren Stand hatte und dem häufig nachgesagt wurde, bei der Führung der Mannschaft zu nett gewesen zu sein.

Unter Stewart, der eher als autoritär gilt, ist das Regiment wieder strenger geworden. "Ich will immer gewinnen", sagt Stewart über sich selbst. Sonst sei er extrem unzufrieden. Der 49-Jährige arbeitete bis vor eineinhalb Jahren bei den Kölner Haien und musste bei den Rheinländern nach 17 Niederlagen am Stück gehen. Jetzt startet er bei den Grizzlys einen Neuanfang - und trifft heute zum Auftakt gleich auf seinen Ex-Club aus Köln (19.30 Uhr). Erster Heimgegner sind am Sonntag die Krefeld Pinguine.

Klare Ansagen erwünscht

Klare Ansagen wollen die Verantwortlichen in Wolfsburg von ihrem neuen Coach hören: "Mike Stewart lässt offensives, aggressives Eishockey spielen", erklärt Grizzlys-Manager Karl-Heinz Fliegauf. "Die Mannschaft soll versuchen, den Gegner bereits in dessen Zone unter Druck zu setzen. Das Spiel soll im Drittel des Gegners stattfinden, nicht in unserem." Dieser Stilwandel ist ausdrücklich erwünscht.

Play-offs das Saisonziel des Vizemeisters

Die Qualifikation für die Play-offs gibt Fliegauf als Saisonziel aus. "Wenn alles optimal läuft, darf es auch gerne der Sprung in die Top sechs sein." Das würde den direkten Play-off-Einzug bedeuten. "Durch die acht Neuzugänge sind wir stabiler geworden", sagt der Manager. Als letzter kam Tyler Gaudet aus Toronto. Davor kehrte Björn Krupp zurück, der Sohn des Kölner Trainers Uwe Krupp.

Oldie Sebastian Furchner hängt noch ein Jahr dran

Neu sind auch der kanadische Abwehrspieler Jordan Murray (Jönköping), der US-Amerikaner Trevor Mingoia (Kouvola), die Kanadier Darren Archibald (Wien) und Chris DeSousa (Lulea) sowie Thomas Reichel (Weißwasser) und Luis Schinko (Frankfurt). Der 39-jährige Sebastian Furchner wollte eigentlich seine Karriere beenden, aber nicht in einer Saison ohne Zuschauer. Deshalb hängt der Kaufbeurer noch eine weiteres Jahr dran.

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Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 10.09.2021 | 16:25 Uhr

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