Stand: 23.01.2019 16:57 Uhr

Fischtown Pinguins plötzlich Titelkandidat?

Die Fischtown Pinguins sind in dieser Saison so erfolgreich wie noch nie.

In dieser Saison erscheint alles möglich. Einen DEL-Rekord haben die Fischtown Pinguins schon so gut wie sicher: Als erster Neuling in der Deutschen Eishockey Liga überhaupt schicken sich die Bremerhavener an, sich in ihrer dritten Saison zum dritten Mal für die Play-offs zu qualifizieren. Als Tabellenvierter mit 22 Punkten Vorsprung auf Rang elf ist ein Verpassen der Entscheidungsspiele nur noch theoretisch möglich. Doch damit geben sich die Pinguins in diesem Jahr nicht zufrieden, sie träumen sogar vom Titel. "Daran glauben wir", sagte Kapitän Mike Moore und fügte hinzu: "Bei uns in der Mannschaft ist das durchaus ein Thema."

"Wir müssen auf dem Boden bleiben"

Das Selbstvertrauen ist an der Nordsee in den vergangenen Wochen immer weiter gewachsen. "69 Punkte, 134 Tore, die Zahlen sprechen für sich. Das toppt alles", jubelte Teammanager Alfred Prey, der nicht müde wird zu betonen, dass die Pinguins mit dem "mit Abstand geringsten Budget in der Liga" (rund vier Millionen Euro) auskommen müssen.

Prey ist allerdings bemüht, die Euphoriebremse zu treten und die Träume seiner Spieler einzufangen: "Ich höre so etwas sehr gerne, aber wir als Verantwortliche müssen auf dem Boden bleiben. Das steht uns am besten."

Chemie im ganzen Club stimmt

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Teammanager Alfred Prey bleibt in Fischtown bescheiden.

Erfolgsgarant in Bremerhaven ist seit Jahren Thomas Pospiesch. Der Trainer hat die Pinguine, die 2016 die Lizenz der Hamburg Freezers übernommen haben, in die Bundesliga-Spitze geführt. Und das, obwohl Pospiesch nach jeder Saison die Abgänge seiner besten Spieler verkraften muss und die Neuzugänge zumeist aus unteren Ligen kommen. Sogar als Bundestrainer war er kürzlich im Gespräch. "Ein größeres Kompliment gibt es nicht. Aber wir wussten: Die Verbindung ist so gewachsen, da wird nichts passieren", meinte Prey.

Pinguins besiegen Meister - gleich dreimal

Der Coach setzt auf die Chemie im seiner Mannschaft. "Hier funktionieren wir sehr gut", betonte Pospiesch. "Die Spieler wissen genau: Wenn sie gut arbeiten, haben sie in jedem Match eine Sieg-Chance."

Nachdem in den vergangenen Jahren jeweils im Play-off-Viertelfinale gegen den späteren Meister EHC München Schluss war, haben sich die Pinguins in dieser Saison in beeindruckender Manier zum Angstgegner des Serienmeisters entwickelt: Die bisherigen drei Duelle der Hauptrunde hat Bremerhaven für sich entschieden: mit 6:2, 3:2 und 4:3. In dieser Saison erscheint alles möglich.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 20.01.2019 | 22:40 Uhr

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