Wolfsburgs Mathis Olimb (l.) im Zweikampf mit Berlins Marcel Noebels. © IMAGO / Contrast

Eishockey: Grizzlys Wolfsburg verpassen Meistertitel

Stand: 07.05.2021 21:52 Uhr

Die Grizzlys Wolfsburg haben die erste Meisterschaft ihrer Clubgeschichte in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) verpasst. Die Niedersachsen verloren am Freitagabend das entscheidende Play-off-Finale gegen die Eisbären Berlin mit 1:2 (1:1, 0:1, 0:0).

Damit verlor das Team von Trainer Pat Cortina die "Best of three"-Serie mit 1:2. Das erste Spiel in Berlin hatten sie 3:2 nach Verlängerung gewonnen, in Wolfsburg gab es dann am Mittwoch einen 4:1-Sieg der Eisbären. Während der Club aus der Hauptstadt damit seinen achten Titelgewinn feiern durfte, scheiterten die Niedersachsen auch im vierten Anlauf. Bereits vor zehn Jahren verloren sie gegen Berlin, 2016 und 2017 unterlagen sie jeweils dem EHC München.

Furchners trauriger Rekord: 1.073 DEL-Spiele ohne Titel

"Der Pokal war zum Greifen nah", sagte Grizzlys-Verteidiger Dominik Bittner bei MagentaSport: "Im entscheidenden Spiel mit einem Tor zu verlieren, ist bitter." Ein paar Meter weiter war Sebastian Furchner untröstlich. Der Wolfsburger Kapitän verlor auch seine sechste Endspielserie. Mit 1.073 DEL-Spielen hält der 39-Jährige einen Rekord, auf den er gerne verzichten würde: Er steht in der Liga schon am längsten auf dem Eis, ohne je einen Titel gewonnen zu haben.

Berlin mit mehr Power

Die Partie in Berlin begann spektakulär. Bereits in der zweiten Minute brachte Mark Olver die Gastgeber mit 1:0 in Führung, praktisch im Gegenzug jubelten die Gäste: Mathis Olimb erzielte den Ausgleich (3.). Auch im Mittelabschnitt dauerte es nicht lange bis zum ersten Torerfolg: Leonhard Pföderl brachte den Puck an Grizzly-Goalie Dustin Strahlmeier vorbei - 2:1 für die Eisbären (24.).

Aber nun war es vorbei mit der Ausgeglichenheit auf dem Eis. Die Hauptstädter setzten Wolfsburg permanent unter Druck und ließen defensiv nichts zu. Matt White hätte auf 3:1 erhöhen können, der Stürmer traf jedoch nur die Latte (31.). Zu allem Überfluss handelte sich Furchner unmittelbar vor der Schlusssirene eine Zwei-Minuten-Strafe ein.

Schlussphase ausgeglichen, aber es reicht nicht für die Grizzlys

Aber die Gäste überstanden das Unterzahlspiel zum Auftakt des Schlussdrittels schadlos. Allerdings gelang dies kurz darauf auch den Eisbären. Das Spiel war nun wieder offener, mit Torchancen auf beiden Seiten - die beste vergab Berlins Noebels, der im Eins-gegen-Eins an Strahlmeier scheiterte (54.). Aber es reichte auch so für den Favoriten, weil Wolfsburg nicht mehr entscheidend vor das gegnerische Tor kam.

Jubel in Bremerhaven - Qualifikation für die CHL

Der Berliner Sieg löste im fernen Bremerhaven Freude aus. Denn damit dürfen die Fischtown Pinguins erstmals die Champions Hockey League starten. Dafür reichte den Seestädtern der zweite Platz in der regulären Saison der Nordstaffel, um in der kommenden Saison in der Königsklasse aufzulaufen. "Die CHL ist ein zusätzliches Dankeschön an unsere Fans und Partner", sagte Teammanager Alfred Prey. Die CHL wird voraussichtlich am 26. August mit einer Gruppenphase starten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 07.05.2021 | 23:03 Uhr

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