Eishockey-Profi Dominik Bittner von den Grizzlys Wolfsburg © imago images / Eibner

DEL: Saisonstart am 17. Dezember mit allen 14 Clubs

Stand: 19.11.2020 14:20 Uhr

Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) startet am 17. Dezember mit allen 14 Clubs in die neue Saison. Vor den Play-offs soll es eine Nord- und eine Südgruppe geben.

Das gab die DEL nach einer virtuellen Gesellschafterversammlung am Donnerstag bekannt. Neun Monate nach dem Corona-bedingten Abbruch der Vorsaison wird die verkürzte 27. DEL-Spielzeit in einem anderen Modus ausgetragen. Die Liga wird in die zwei regionale Gruppen eingeteilt. Im Norden sind die Grizzlys Wolfsburg und die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven am Start. Sie spielen gegen die Eisbären Berlin, die Düsseldorfer EG, die Kölner Haie, die Iserlohn Roosters und die Krefeld Pinguine. Der genaue Spielplan wird zeitnah veröffentlicht.

Garett Festerling von den Grizzlys Wolfsburg © imago images/osnapix

AUDIO: DEL-Saisonstart im Dezember - von null auf hundert (2 Min)

Kürzere Reisen, weniger Spiele

Kürzere Reisen senken die Kosten und erleichtern die Umsetzung der Hygienevorgaben. Zuschauer in den Hallen sind vorerst nicht geplant. Die Hauptrunde, die an mehreren Wochentagen gespielt wird, ist von 56 auf 38 Spiele verkürzt. Der Modus beinhaltet jeweils 24 Regionalspieltage sowie 14 Partien (Hin und Rück) gegen die sieben Mannschaften der anderen Division.

Hauptrunde bis 18. April

Anschließend wird wie gewohnt in den Play-offs ("best of three") der Meister ermittelt. Die Teilnehmer sind die vier Bestplatzierten jeder Gruppe. Das Viertelfinale wird gruppenintern gespielt, das Halbfinale dann überkreuz. Auf einen Absteiger, den es ursprünglich erstmals in der kommenden Saison wieder geben sollte, wird verzichtet. Die Hauptrunde läuft bis zum 18. April, die Play-offs beginnen am 20. April. Die Meisterentscheidung fällt spätestens am 7. Mai.

Finanzielle Hilfen vom Staat

"Das war ein hartes Stück Arbeit für alle Beteiligten und wahres Teamwork", sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke: "Noch vor wenigen Wochen sah es nicht danach aus, dass es alle Clubs schaffen. Unser Ziel war immer, dass wir möglichst mit 14 Clubs starten wollen. Das ist uns gelungen. Von daher geht das Lob an alle, die dazu beigetragen haben, dass wir jetzt mit voller Stärke in die neue Saison starten können. Alle Fans können sich auf Nonstop-Eishockey freuen."

Der Saisonstart war aufgrund der Corona-Auswirkungen zweimal verschoben worden, zwischenzeitlich stand sogar eine Komplettabsage im Raum. Zwei wesentliche Faktoren lassen eine "Geistersaison" ohne Zuschauereinnahmen nun doch zu: Der ligaweite Gehaltsverzicht von Spielern und Trainern, bei manchen Clubs von bis zu 60 Prozent, sowie die Auszahlung von staatlichen Hilfszahlungen von bis zu 800.000 Euro an viele Clubs. Auch das aktuell laufende DEL-Vorbereitungsturnier dürfte mit seinem funktionierenden Hygiene-Konzept zum Erfolg beigetragen haben.

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Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 19.11.2020 | 14:25 Uhr

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