Wolfsburgs Mathis Olimb (l.) im Zweikampf mit Dominik Uher von den Fischtown Pinguins. © nordphoto/witke Foto: Witke

DEL-Clubs kommen über die Saison - weitere Corona-Hilfe in Sicht

Stand: 26.02.2021 14:21 Uhr

Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) kommt in ihrer verkürzten Corona-Saison wohl ohne zusätzliche wirtschaftliche Einschnitte über die Runden. Zudem ist weitere finanzielle Hilfe in Sicht.

"Momentan läuft es ganz gut. Es sieht so aus, dass alle Clubs über die Saison kommen", sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke in einer virtuellen Pressekonferenz am Freitag. Weil die Zuschauereinnahmen fehlen, mussten die 14 DEL-Clubs - darunter die Grizzlys aus Wolfsburg und die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven - ihre Etats von insgesamt rund 130 Millionen Euro um mehr als 60 Millionen Euro zusammenstreichen. Die Spieler verzichteten auf bis zu 60 Prozent ihrer Gehälter.

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Wohl Geisterspiele bis Saisonende

Dass zuletzt Profis nachverpflichtet wurden, sieht Tripcke nicht als zusätzliche wirtschaftliche Gefahr: "Sie spielen ja für ein Trinkgeld und wollen sich vor allem für einen neuen Vertrag empfehlen."

Mit der Rückkehr der Fans noch in dieser Saison rechnet die DEL nicht - trotz des gemeinsam von Sport, Kultur und Wissenschaft am Montag vorgestellten Konzepts. "Wir hoffen natürlich immer, aber wir rechnen nicht damit", sagte Tripcke. Wichtiger sei ohnehin eine Perspektive mit Zuschauern in der nächsten Saison, damit man eine "bessere Grundlage für die Lizenzprüfung" habe.

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EU passt Förderrichtlinien an

Entscheidend für die weiteren Planungen ist auch das zweite Paket der "Corona-Hilfe Profisport", aus dem über 300 Millionen Euro ausgezahlt werden sollen. Bislang waren die DEL-Clubs wie ihre Kollegen aus dem Handball und dem Basketball aber außen vor, weil sie in der Mehrzahl schon das Maximum von 800.000 Euro erhalten hatten.

"Die EU hat jetzt ermöglicht, dass die Grenze auf 1,8 Millionen Euro erhöht wird", berichtete Tripcke. Man sei gemeinsam mit den anderen Teamsportarten "in guten Gesprächen mit der Politik", damit die Förderrichtlinien angepasst werden. "Die Politiker möchten, dass das Geld verteilt wird, aber die Mühlen mahlen langsam", sagte Tripcke.

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Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 26.02.2021 | 14:25 Uhr

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