Schwerins Trainer Felix Koslowski ballt die Faust © picture alliance/Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Champions League in Schwerin: SSC will ins Viertelfinale

Stand: 02.02.2021 07:19 Uhr

In der Rückrunde der Champions-League-Gruppenphase genießen die Volleyballerinnen des SSC Schwerin Heimrecht. Drei Partien in drei Tagen stehen für die Mecklenburgerinnen an, die ins Viertelfinale wollen.

"Wir wollen hartnäckig und unangenehm sein. Die Gegner sollen das Gefühl haben, dass wir mit acht oder neun Spielerinnen auf dem Feld stehen und nicht nur mit sechs Akteuren", sagte SSC-Trainer Felix Koslowski. Für sein Team geht es zum Auftakt heute (20 Uhr) gegen Rzeszow. Gegen die Polinnen hatte der Bundesliga-Dritte vor zwei Monaten in der Hinrunde in Florenz 3:1 gewonnen. Es folgten eine 1:3-Niederlage gegen die Italienerinnen aus Scandicci, auf die der SSC am Mittwoch (20 Uhr) trifft, und ein 3:0 gegen Busto Arsizio (Italien) - Gegner am Donnerstag (20 Uhr) in der Abschlusspartie.

Turniermodus wegen Corona

Angesichts der Corona-Pandemie wird die Champions-League-Gruppenphase in dieser Saison im Turniermodus ausgetragen. Aus den insgesamt fünf Viererstaffeln qualifizieren sich die Gruppenersten sowie die drei besten Zweiten für das Viertelfinale. Mit sechs Zählern gehören die Schwerinerinnen aktuell zu den punktbesten Gruppenzweiten. Zwei weitere Siege in eigener Halle dürften fürs Weiterkommen reichen.

Koslowski: "Haben eine Chance aufs Viertelfinale"

"Wir haben eine Chance auf das Viertelfinale und wir werden alles in die Waagschale werfen", so Koslowski. Ob sein Team fit genug ist, drei Partien in drei Tagen zu absolvieren, wird sich zeigen. Nach dem Hinrunden-Turnier in Florenz musste sich der SSC wegen mehrerer Corona-Fälle zwei Wochen in Quarantäne begeben und kassierte zu Jahresbeginn in der Bundesliga zwei Niederlagen gegen die Topteams Stuttgart und Dresden.

Allerdings zeigte die Koslowski-Mannschaft zuletzt aufsteigende Form, gewann gegen Aachen und Vilsbiburg. "Die Siege waren gut für die Seele und für das Selbstbewusstsein", sagte der SSC-Coach. "Ich glaube, wir sind auf einem guten Weg."

Alle vier Teams in einem Schweriner Hotel

Wegen der Corona-Pandemie sind alle vier Teams in einem Schweriner Hotel untergebracht. Allerdings auf separaten Fluren und mit eigenen Besprechungsräumen. Zuschauer sind in der Halle nicht zugelassen, dafür werden mehr als 200 Pappfiguren auf den Tribünen aufgestellt, um wenigstens ein bisschen Atmosphäre zu schaffen. Unterstützt wird die Veranstaltung laut SSC-Geschäftsführer Christian Hüneburg mit 100.000 Euro vom Land Mecklenburg-Vorpommern: "Ansonsten wäre das Turnier hier gar nicht möglich gewesen."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 02.02.2021 | 23:03 Uhr

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