Frust bei den Basketballern des Rostock Seawolves © IMAGO / Zink

Bundesliga-Träume der Rostock Seawolves geplatzt

Stand: 27.04.2021 12:55 Uhr

Die Rostock Seawolves haben nach der dritten Niederlage im vierten Spiel der Play-offs der 2. Bundesliga ProA keine Chance mehr auf den Aufstieg in die Basketball-Bundesliga (BBL). Die 83:96-Pleite gegen die Giants Leverkusen kam dramatisch zustande.

Es waren am Montagabend in der Rostocker Stadthalle lediglich noch fünf Sekunden zu absolvieren, die Seawolves führten mit 79:76 und mussten nun nur noch eines verhindern: einen Drei-Punkte-Wurf der Gäste. Doch eben dies misslang dem Team von Coach Dirk Bauermann. Ausgerechnet der frühere Rostocker Haris Hujic - er wechselte vor dieser Saison von den Hanseaten zu den Giants - traf aus der Distanz zum Ausgleich für die Rheinländer.

Danach erklang die Schlusssirene. Die Partie musste in der Verlängerung entschieden werden. Und in der Overtime waren die Mecklenburger mental nicht mehr in der Lage, wieder ins Spiel zu finden. Sie ging mit 17:4 an die Giants, die ihren vierten Sieg in Serie bejubelten, während die Seawolves frustriert vom Parkett verschwanden. "Ich glaube, der Mannschaft kann man keinen Vorwurf machen. Die Dinge sind jetzt so, wie sie sind. Nun geht es darum, sich mit Anstand aus dieser Saison zu verabschieden", sagte Bauermann.

Jena hat noch eine Aufstiegschance

Lediglich mit einem Sieg gegen Leverkusen hätten die Rostocker noch eine Chance auf den Aufstieg gehabt. Zwar haben die Rheinländer keine BBL-Lizenz beantragt. Doch nur der Erste geht hoch - und den Platz an der Sonne können die Seawolves nicht mehr erreichen. Möglicherweise schafft gar kein Club aus der 2. Bundesliga ProA den Sprung nach oben. Gute Aussichten hat allerdings der Tabellenzweite Jena, der mit 88:87 bei den punktlosen Artland Dragons gewann. Die Thüringer müssen aber, um ihre Chance zu wahren, zunächst am Donnerstag (18 Uhr) gegen Leverkusen gewinnen.

Yakhchali tragischer Seawolves-Held

Den Seawolves bleibt nicht zuletzt die Erinnerung an einen ansprechenden Auftritt gegen die Giants. Denn die Rostocker waren nach ausgeglichenen ersten beiden Vierteln (34:35) auf einem guten Weg zu ihrem zweiten Erfolg. Nach der Halbzeit führten die Hanseaten zeitweise mit 16 Punkten. Besonders auf die Treffsicherheit von Behnam Yakhchali war Verlass. 29 Zähler schlugen am Ende für den iranischen Nationalspieler zu Buche. Bitter für ihn und die Rostocker: 23 Sekunden vor Ultimo verpasste der Guard mit einem Korbleger die mögliche Fünf-Punkte-Führung zum 81:76, die wohl gleichbedeutend mit der Entscheidung gewesen wäre.

Im Gegenzug foulte Yakhchali zunächst Hujic, bevor dieser sich mit einem Wurf von der Dreipunktelinie vermutlich ziemlich unbeliebt in seiner früheren Wahlheimat machte. "Wir waren über 35 Minuten die bessere Mannschaft und hatten im letzten Viertel einen 16-Punkte-Vorsprung. Dann haben den Jungs die Nerven einen Streich gespielt", resümierte Bauermann. "Leverkusen hat das vermutlich gefühlt und dann sehr schwere Würfe getroffen."

Dieses Thema im Programm:

Nordmagazin | 27.04.2021 | 19:30 Uhr

Mehr Sport-Meldungen

Jiri Pavlenka ist enttäuscht (Werder Bremen). © IMAGO / Poolfoto Foto: Poolfoto

Werder Bremen: Der Abstieg rückt immer näher

Von wegen Befreiungsschlag... Nach der 0:2-Niederlage in Augsburg sind die Hanseaten auf den Relegationsplatz abgerutscht. mehr