Stand: 06.07.2019 14:28 Uhr

Thole/Wickler stürmen ins WM-Halbfinale

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Spielen wie im Rausch: Julius Thole (l.) und Clemens Wickler.

Die wunderbare Reise von Julius Thole und Clemens Wickler bei der Beachvolleyball-WM in Hamburg geht weiter. Die Lokalmatadoren zeigten am Sonnabend auch im Generationen-Duell gegen die US-Amerikaner Philip Dalhausser/Nicholas Lucena eine überragende Leistung und zogen mit einem souveränen 2:0 (21:18, 21:17)-Sieg ins Halbfinale ein. Die deutschen Meister greifen damit bei der Heim-WM nach Edelmetall. Die letzte von bisher vier deutschen Männer-Medaillen bei einer Beach-WM gab es vor sechs Jahren.

Das Semifinale findet am Abend (18.30 Uhr) statt. Dort wartet in dem norwegischen Top-Duo Anders Mol/Christian Sorum, das sein Viertelfinale gegen die Italiener Daniele Lupo/Paolo Nikolai locker mit 2:0 (21:13, 21:11) gewann, das derzeit beste Männer-Team der Welt. "Sie sind nicht unschlagbar, sie sind auch nur Menschen. Und das versuchen wir heute zu zeigen", sagte Wickler.

Thole im Block beinahe unüberwindlich

Das letzte deutsche Duo im Turnier agierte erneut abgeklärt und präzise, ließ sich auch von Rückständen nicht beirren. Zudem erwies sich Thole bei der Blockarbeit einmal mehr als beinahe unüberwindliches Hindernis. Der 39 Jahre alte Peking-Olympiasieger Dalhausser ist zwar ebenso wie Thole 2,06 m groß, am Netz hatte der 22-jährige Deutsche mit acht erfolgreichen Blocks dennoch die Nase vorn.

"Ich kann nicht beschreiben, wie ich mich in diesem Moment fühle. Wir hatten eine schweren Start ins Turnier und haben uns immer weiter verbessert. Wie das Publikum uns feiert, ich habe die ganze Zeit Gänsehaut", sagte Wickler. Der Einzug ins WM-Halbfinale ist der bisher größte Erfolg der Youngster. "Die sind 22 und 24. In dem Alter habe ich noch nicht mal den Arsch hochgekriegt", lobte Dalhausser, einer der erfolgreichsten Beachprofis überhaupt.

Lokalmatadoren rocken den Rothenbaum

Das Team des Eimsbütteler TV hat in der WM-Gastgeberstadt mittlerweile einen regelrechten Beachvolleyball-Hype ausgelöst: Auch am Sonnabendvormittag war das umgebaute Tennisstadion am Rothenbaum mit rund 13.000 Zuschauern wieder voll besetzt, Hunderte warteten im Nieselregen geduldig in der Schlange. Der Einlass am "Rothenbeach" ist frei. "Wenn 12.000 Leute hinter einem stehen, dann fällt vieles leichter. Dann gelingt vielleicht auch noch der eine oder andere Ball mehr", so Wickler.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 07.07.2019 | 19:30 Uhr