Stand: 01.09.2019 15:17 Uhr

Poniewaz-Zwillinge neue Beachvolleyball-Meister

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Neue deutsche Meister: David (l.) und Bennet Poniewaz feiern mit Karla Borger (r.) und Julia Sude.

Sensation im Sand von Timmendorfer Strand: Die Zwillinge David und Bennet Poniewaz haben am Sonntag bei der Beachvolleyball-DM für einen großen Coup gesorgt. Das Duo aus dem niedersächsischen Ostercappeln setzte sich im Finale gegen Jonathan Erdmann/Sven Winter (Berlin/Düsseldorf) mit 2:1 (21:14, 19:21, 15:9) durch und feierte seinen bislang größten Erfolg. "Ich kann das gar nicht fassen, das ist so krass", rief Benett Poniewaz nach dem Erfolg ins Stadionmikrofon. Die Brüder waren am Sonntagmorgen durch ein 2:1 (21:17, 18:21, 15:10)-Erfolg im Halbfinale gegen Philipp Arne Bergmann/Yannick Harms (Hamburg) ins Endspiel eingezogen.

Thole/Wickler sagen Viertelfinal-Wiederholung ab

Der Weg von Bergmann/Harms ins Semifinale war eine Hängepartie gewesen. Das Duo zog mehr oder weniger kampflos in die Vorschlussrunde ein, da die Vizeweltmeister Julius Thole und Clemens Wickler (ebenfalls Hamburg) zur Wiederholung des Viertelfinals am Sonntagmorgen nicht antraten. Das Duell Bergmann/Harms - Thole/Wickler war am Samstagabend wegen Dunkelheit abgebrochen worden. Bergmann/Harms führten zu diesem Zeitpunkt 9:21, 24:22 und 14:13 und hatten bereits einen Matchball vergeben. Am Sonntagmorgen wäre es laut Reglement nach einer Unterbrechung von mehr als sechs Stunden wieder bei 0:0 losgegangen.

Borger/Sude bezwingen Ludwig/Kozuch

Bei den Frauen hatte es zuvor einen Favoriten-Sieg gegeben: Karla Borger und Julia Sude holten sich den Titel. Die Stuttgarterinnen bezwangen im Finale der Frauen Olympiasiegerin Laura Ludwig mit ihrer neuen Partnerin Margareta Kozuch aus Hamburg mit 2:0 (21:13, 24:26, 15:12). "Im ersten Satz hatten wir sie erstaunlich gut im Griff, da wussten wir schon, dass es noch schwierig wird", sagte Sude: "Am Ende haben wir nochmal Gas gegeben."

Die Fehlerquote bei Ludwig/Kozuch war im ersten Satz zu hoch, um den abgeklärten Favoritinnen gefährlich zu werden. Die Stuttgarterinnen spielten praktisch fehlerlos und sehr variabel. Der zweite Durchgang war Nervenspiel, mit dem besseren Ende für Ludwig/Kozuch, die zwei Matchbälle abwehrten. Das HSV-Duo hatte sich nun richtig reingekämpft in das Match, vor allem Ludwig buddelte in ihrer unnachahmlichen Art zahlreiche Bälle aus. Am Ende reichte das aber nicht, um Borger/Sude den Titel streitig zu machen.

Beachvolleyball-DM: Baggern und pritschen in Timmendorf

Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 01.09.2019 | 19:30 Uhr