Stand: 10.06.2019 15:35 Uhr

Baskets Oldenburg: Leere Hände nach starker Saison

Gemischte Gefühle nach dem Saisonende in Oldenburg.

Man muss den Hut ziehen vor diesen treuen Fans: Auch nach dem bitteren Ausscheiden in den Play-offs um die deutsche Basketball-Meisterschaft haben die Oldenburger Anhänger ihre Mannschaft minutenlang gefeiert. Zuvor hatten die Baskets auch ihr zweites Heimspiel im Halbfinale gegen Alba Berlin mit 89:100 und die Serie mit 0:3-Siegen verloren. Eine herbe Enttäuschung für die ambitionierten Oldenburger um Routinier Karsten Tadda, die im Viertelfinale gegen Bonn noch überzeugen konnten. "Klar, die Erwartungen waren hoch. Zweiter nach der Hauptrunde, da wollten wir natürlich mehr. Wir waren hungrig, aber am Ende hat es leider nicht gereicht."

Tadda: "Das Ganze erst mal verdauen"

Tadda gab zu, dass das Basketball-Jahr mit "gemischten Gefühlen" zu Ende gegangen ist: "Zum einen können wir schon stolz sein, wie wir die Saison gespielt haben. Wir hätten die Serie gerne enger gestaltet. Das 0:3 ist schon ein kleiner Wermutstropfen. Ich muss das Ganze jetzt erst mal verdauen", so der 31-Jährige, der seit zwei Jahren für die Baskets aktiv ist und vor dem Duell mit Berlin noch optimistisch war: "Wenn wir die Heimspiele gewinnen, dann gewinnen wir auch die Serie."

Ende der Saison ein "emotionaler Moment"

Es kam ganz anders und die innere Zerissenheit nach dem Saisonaus - sie ist nachvollziehbar. Die vierte Finalteilnahme nach 2009, 2013 und 2017 war das erklärte Ziel. Die Baskets steckten ob der besten Hauptrunde der Vereinsgeschichte voller Selbstbewusstsein und hatten in Will Cummings den "MVP" (wertvollsten Spieler) der Liga in ihren Reihen. Das krachende Ende gegen Berlin war für Baskets-Profi Philipp Schwethelm nur schwer zu verdauen: "Das ist immer ein sehr emotionaler Moment, wenn eine Saison zu Ende geht. Dieses Jahr ganz besonders, weil wir eben diese starke Hauptrunde hatten - und jetzt die Play-offs extrem enttäuschend waren."

Trainer Drijencic insgesamt stolz

Für Trainer Mladen Drijencic wäre es die zweite Finalteilnahme gewesen. Vor zwei Jahren verlor Oldenburg deutlich mit 0:3 gegen Bamberg, war letztlich ebenso chancenlos wie jetzt gegen Berlin. "Wir waren eine von den letzten vier Mannschaften", bilanzierte Drijencic und kämpfte gegen die Enttäuschung an, "das macht uns natürlich schon stolz. Wir haben begeisternden Offensiv-Basketball mit einer charmanten Spielweise gezeigt. Das Ergebnis im Halbfinale darf unsere Saison nicht trüben."

Fans bekommen Abschlussfeier

Und die treuen Fans? Die bekommen trotz der herben Halbfinal-Schlappe einen feierlichen Saisonabschluss. Am Mittwochabend steigt das traditionelle Match zwischen Helfern und Spielern - danach steht ein gemeinsames Grillen auf dem Programm. Kollektives Sackenlassen: "Lasst uns die großartige Saison feiern!", twitterte der Club. Die Hände am Ende dieser Saison mögen leer sein. Aber die Moral in Oldenburg, sie stimmt.

Weitere Informationen

Ergebnisse BBL-Play-offs

Ergebnisse und Termine der Bundesliga-Play-offs im Überblick. mehr

Dieses Thema im Programm:

Sportreport | 09.06.2019 | 18:05 Uhr