Stand: 17.02.2020 10:31 Uhr

Oldenburg verliert Pokalfinale bei Alba Berlin

von Florian Neuhauss, NDR.de

Die Baskets Oldenburg haben ihren dritten großen Titel deutlich verpasst. Im Finale um den BBL-Pokal verlor die Mannschaft von Trainer Mladen Drijencic am späten Sonntagabend bei Alba Berlin mit 67:89 (43:40). Die "Donnervögel" machten sich durch ein schwaches drittes Viertel ihre bis dahin starke Leistung kaputt. Gerade einmal acht Punkte verbuchten die Niedersachsen, und so wurde aus einer Drei-Punkte-Führung ein 14-Punkte-Rückstand.

"Konnten die Träume der Fans nicht erfüllen"

Am Ende war die Enttäuschung bei den Niedersachsen groß - auch die lautstarke Unterstützung ihrer gut 1.300 mitgereisten Fans hatte nicht geholfen. Für Berlin war es schon der zehnte Pokal-Triumph und der erste nach zuvor wettbewerbsübergreifend fünf Finalniederlagen hintereinander. "Wir konnten die Träume der Fans nicht erfüllen. Ich möchte mich aber fürden großartigen Support bedanken. Glückwunsch an Berlin zum Pokalsieg", sagte Baskets-Trainer Drijencic.

Eigentlich hatte es der große Abend von Rickey Paulding werden sollen: Nach der Meisterschaft 2009 und dem Pokalsieg 2015 hatte er den dritten Titel mit "seinem" Club im dritten Jahrzehnt feiern wollen. Doch die Berliner nahmen die 37 Jahre alte Baskets-Legende praktisch aus dem Spiel. Gerade einmal sieben Punkte verbuchte Paulding.

"Donnervögel" dominieren Hälfte eins

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Gut 1.300 Oldenburger Fans unterstützten ihre Baskets in Berlin.

Dabei waren die Oldenburger nicht zuletzt durch den US-Amerikaner gut ins Spiel gekommen, er erzielte die ersten zwei Punkte des Finales. Und auch wenn danach lange kein Paulding-Korb folgte, bestimmten die Baskets die Partie. Bester Korbjäger der Anfangsphase war Braydon Hobbs, der US-Amerikaner verwandelte zwei Drei-Punkte-Würfe (3./5.). Die Gäste führten mit 8:7 und blieben bis zum Ende des ersten Viertels in Front. Dafür sorgte eine gute Mannschaftsleistung, besonders bei den Rebounds.

Die kurze Pause unterbrach den Spielfluss bei den "Donnervögeln" nicht. Hobbs schlug erneut zweimal von jenseits der Dreierlinie zu (12./14.) und brachte sein Team so mit 29:24 in Führung. Gegen Ende des Spielabschnitts glänzte besonders Center Rasid Mahalbasic mit seiner Präsenz unter dem Korb, verwarf aber auch zwei Freiwürfe, sodass Alba zum 40:40 ausgleichen konnte. Mit einem "wilden Dreier" rettete Tyler Larson kurz vor der Sirene die Oldenburger Pausenführung, die eigentlich hätte höher ausfallen müssen.

Schwache zweite Hälfte der Oldenburger

Der Guard aus den USA traf kurz nach Wiederbeginn erneut für drei (46:43).

ALBA Berlin - Baskets Oldenburg 89:67 (40:43)

Punkte für Berlin: Hermannsson (20), Giedraitis (13), Eriksson (12), Siva (12), Nnoko (11), Giffey (8), Sikma (5), Thiemann (5), Mattisseck (3)
Punkte für Oldenburg: Hobbs (17), Mahalbasic (13), Larson (11), Paulding (7), Schwethelm (6), Sears (5), Amaize (4), McClain (2), Moore (2)
Zuschauer: 14.614

Nach zweieinhalb gespielten Minuten nahm Drijencic aber seine erste Auszeit, denn die Hauptstädter, die in der Defensive umgestellt hatten, kamen viel besser aus der Kabine. Und auch die erneute Unterbrechung änderte daran nichts. Plötzlich führte Berlin mit sieben Punkten (53:46/25.). Philipp Schwethelm ließ einen Dreier folgen, doch Alba wurde seiner Favoritenrolle nun gerecht. Weil nun auch bei Mahalbasic nichts mehr zu klappen schien, zogen die Gastgeber davon.

Schnelle Punkte von Mahalbasic und Hobbs brachten die Oldenburger im Schlussviertel noch einmal dichter heran (57:65/32.). Ging da vielleicht noch was? Mitnichten! Alba schüttelte sich kurz und ließ sich dann von der sehr guten Stimmung in der Halle davontragen. Landry Nkoko markierte gegen Mahalbasic im Duell der beiden Center das 79:62 (37.) für Berlin. Spätestens nach diesem Zwischenspurt waren die letzten Hoffnungen dahin - und am Ende wurde das Ergebnis genauso deutlich wie bitter für die Baskets.

Hintergrund

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Sportclub | 16.02.2020 | 22:50 Uhr

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