Derby-Sieger Andrasch Starke jubelt im Sattel von Sisfahan. © dpa-Bildfunk Foto: Axel Heimken/dpa

Achter Sieg in Horn - Jockey Starke schreibt Derby-Geschichte

Stand: 04.07.2021 16:33 Uhr

Andrasch Starke hat zum achten Mal das Deutsche Derby auf der Galopp-Rennbahn in Hamburg-Horn gewonnen. Mit Sisfahan sicherte sich der Ausnahmejockey das 152. Blaue Band.

Sisfahan ließ am Sonntag auf der 2.400 Meter langen Strecke die 19 anderen dreijährigen Hengste hinter sich und brachte dem Besitzer-Rennstall Darius Racing 390.000 Euro Siegprämie ein. Starke ist damit als erfolgreichster Derby-Reiter mit Gerhard Streit gleichgezogen, der das legendäre Rennen zwischen 1938 und 1961 ebenfalls acht Mal gewonnen hatte.

Starke: "The king is back"

"Hamburg, the king is back", schrie der 47-jährige Starke nach dem Zieleinlauf ins Mikrofon des Bahnsprechers. Ganz außen war Starke auf der Zielgeraden nach vorn geprescht und hatte den führenden und favorisierten Alter Adler mit Jockey Theo Bachelot noch überflügelt. Dritter in der mit 650.000 Euro dotierten wichtigsten Prüfung der deutschen Turfsaison wurde Außenseiter Imi mit Sibylle Vogt. "Der Plan ist aufgegangen, ich wollte nach ganz außen", verriet der überglückliche Sieger.

Sisfahans Vater war auch Derbysieger

Sisfahan war als 125:10-Außenseiter ins Rennen gegangen. Der Hengst ist ein Sohn des 2016er Derbysiegers Isfahan und wird von Henk Grewe trainiert. Für den Kölner war es der erste Derby-Sieg. "Mir fällt ein Stein vom Herzen", sagte der Coach, "die Gefühle sind schwer zu beschreiben. Andrasch hat riesig geritten, er weiß ja genau wo das Ziel steht. Ich bin überwältigt." Sisfahan gehört Stefan Oschmann, dem einstigen Chefmanager des Pharma-Konzerns Merck, und Michael Motschmann, einem der BionTech-Gründungsinvestoren. Beide hatten den Derbysieger erst im Frühjahr gekauft, vor einem Start in Düsseldorf am 30. Mai. Nach einem zweiten Platz dort pausierte der Hengst bis zum Derby, in dem er nun den großen Triumph schaffte.

Vogt erste Frau auf dem Derby-Treppchen

Lord Charming vom Gestüt Hachtsee, der erst am vergangenen Montag gegen eine Gebühr von 65.000 Euro nachgemeldet worden war, verfehlte mit seinem kasachischen Jockey Baujrschan Mursabajew als Vierter (39.000 Euro) knapp die Ränge, die das teure Startgeld wieder eingespielt hätten. Vogt kam als erste Frau im Deutschen Derby unter die Top Drei.

1.000 Zuschauer pro Renntag

Das 152. Deutsche Derby war der Höhepunkt der Derbywoche in Hamburg-Horn. Jeweils 1.000 Zuschauer durften an den vier Renntagen dabei sein - ein großer Schritt zurück in Richtung Normalität. Im Vorjahr war das Meeting auf ein Wochenende mit drei Renntagen von Freitag bis Sonntag abgespeckt worden. Wegen der Corona-Pandemie hatte es vor leeren Rängen stattgefunden.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 04.07.2021 | 19:30 Uhr

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