Stand: 17.02.2019 16:56 Uhr

VfL-Frauen kassieren bittere Pleite in München

von Thomas Luerweg, NDR.de

Rückschlag für die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg in der Frauen-Bundesliga: Im Gipfeltreffen der beiden besten deutschen Teams unterlagen die "Wölfinnen" am Sonntag beim FC Bayern München am Ende verdient mit 2:4 (0:2). Es war die erste Saisonniederlage für das Team von Trainer Stephan Lerch. Die Bayern waren insgesamt die bessere Mannschaft und schnürten die Niedersächsinnen phasenweise in der eigenen Hälfte ein. Die präsenteren Gastgeberinnen erwiesen sich dem VfL vor der Pause spielerisch und körperlich überlegen und revanchierten sich eindrucksvoll für die 0:6-Klatsche in der Hinrunde in Wolfsburg. Die Aufholjagd der VfL-Frauen kam schließlich zu spät. Wolfsburg steht vor den punktgleichen Bayern jetzt nur noch dank der besseren Tordifferenz an der Tabellenspitze.

Kalte Dusche durch Wenninger

Lerch musste auf Stammkeeperin Almuth Schult verzichten, die an Masern erkrankt ist. Für sie stand Mary Earps zwischen den Pfosten. Die Anfangsphase gehörte zunächst den "Wölfinnen", die aber keine zwingenden Aktionen vor dem Bayerntor zustande brachten. Mehr und mehr übernahmen dann die Bayern das Kommando. Vor allem die agile Lineth Beerenstyn stellte die VfL-Defensive vor große Probleme. Nach einer Balleroberung von Gina Lewandowski hätte die Niederländerin um ein Haar die Bayern-Führung erzielt, doch sie erwischte den Ball nicht richtig (12.). Das 1:0 für den FCB fiel dann aber nach einer Ecke von Nationalspielerin Sara Däbritz: Im Gewühl vor dem VfL-Tor drückte schließlich Sara Björk Gunnarsdottir den Ball über die Linie ins eigene Netz (20.).

Bayern vor der Pause klar besser

Die Bayern wurden in dieser Phase immer stärker und ließen die VfL-Frauen nicht zur Entfaltung kommen. Ein Lattentreffer von Dominika Skorvankova, eine vereitelte Großchance von Beerenstyn (beide 28.), ein Fallrückzieher von Jovana Damnjanovic (35.): Die Niedersächsinnen hatten Glück, nicht höher in Rückstand zu geraten. Nach einem von Beerenstyn gegen Wolfsburgs Abwehrchefin Nilla Fischer gewonnenen Kopfballduell fiel dann doch das 2:0: Gina Lewandowski traf unten rechts (41.). Mit dem 0:2 zur Pause war Wolfsburg noch gut bedient.

Turbulente zweite Hälfte

Bayern München - VfL Wolfsburg 4:2 (2:0)

Tore: 1:0 Gunnarsdottir (ET 20.), 2:0 Lewandowski (41.), 3:0 Fischer (ET 66.), 3:1 Fischer (71.), 3:2 Pajor (77.), 4:2 Rolfö (90.+1)
Bayern München: Zinsberger - Wenninger, Laudehr, Hendrich - Skorvankova (85. Schweers), Leupolz, Lohmann, Lewandowski - Beerenstyn (80. Demann), Däbritz, Damnjanovic (62. Rolfö)
VfL Wolfsburg: Earps - Peter (88. Baunach), Fischer, Maritz (73. Jakabfi) - Goeßling, Neto (46. Doorsoun-Khajeh), Gunnarsdottir, Popp - Graham Hansen, Pajor, Harder

Nach dem Wechsel überschlugen sich dann die Ereignisse: Die Niedersächsinnen kamen stark verbessert aus der Kabine, konnten aber weder eine Doppelchance durch Ewa Pajor und Pernille Harder (47.) nutzen noch einen Schuss von Caroline Graham-Hansen (55.). Dafür fiel das 3:0 auf der anderen Seite, als Wolfsburgs Verteidigerin Babett Peter ihre Mitspielerin Fischer anschoss und der Ball im Tor landete (65.). Doch plötzlich kamen die Gäste zurück ins Spiel: Nach einer Ecke traf Fischer zunächst mit dem Hinterkopf zum 1:3 (71.). Sechs Minuten später traf Pajor zum Anschluss und für die Bayern begann das große Zittern. Doch der Ausgleich wollte einfach nicht fallen: Nach zwei hundertprozentigen Chancen durch Harder, im Nachschuss Alexandra Popp (79.) und einem Innenpfostentreffer von Hansen (82.) machte schließlich Fridolina Rolfö alles klar für die Bayern. Sie traf nach einem Konter in der Nachspielzeit zu einem letztlich verdienten Bayern-Erfolg. Wolfsburg wachte zu spät auf und unterlag wegen der schwachen ersten Hälfte verdient.

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 17.02.2019 | 22:50 Uhr

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