Stand: 01.09.2014 13:43 Uhr

Christoph von Dohnányi

Christoph von Dohnányi © NDR Foto: Stefan Malzkorn
Vom Jurastudent zum weltweit gefeierten Chefdirigent: Christoph von Dohnányi.

Christoph von Dohnányi leitete von 2004 bis 2011 als Chefdirigent das NDR Sinfonieorchester. Gemeinsam mit dem Orchester folgte er zahlreichen Einladungen in die großen Musikmetropolen der Welt: zu den BBC Proms in London, ins Konzerthaus nach Wien, nach Luzern, Köln, Madrid, Warschau und Luxemburg.

Im Jahr 2005 leitete Dohnányi die Tournee des Orchesters nach Sao Paolo und Buenos Aires, in deren Anschluss er und das NDR Sinfonieorchester durch die Vereinigung der Kritiker Buenos Aires zum "Best Orchestra 2005" und "Best Conductor 2005" gewählt wurden. 2007 spielten Dohnányi und das Orchester zwei begeistert gefeierte Konzerte in der Carnegie Hall, denen ein ebenso erfolgreiches Konzert bei den Vereinten Nationen in New York folgte.

Zunächst Jurastudium, dann Musikhochschule

Christoph von Dohnányi, geboren in Berlin, begann zunächst ein Jurastudium in München und wechselte nach zwei Jahren an die Münchner Musikhochschule. Zum Abschluss seines Kompositions- und Klavierstudiums und der Ausbildung zum Dirigenten wurde ihm der Richard-Strauss-Preis der Stadt München verliehen. Anschließend setzte er sein Studium bei seinem Großvater, dem Komponisten und Dirigenten Ernst von Dohnányi, an der Florida State University fort.

Jüngster Generalmusikdirektor Deutschlands

1953 wurde er von Sir Georg Solti zum Dirigenten und Korrepetitor an die Oper Frankfurt berufen. Im Alter von 27 Jahren wurde er in Lübeck der jüngste Generalmusikdirektor Deutschlands, bevor er die Stelle des Chefdirigenten beim WDR Sinfonieorchester Köln antrat. Seine weitere Karriere führte ihn als Generalmusikdirektor und Operndirektor nach Frankfurt und 1978 nach Hamburg, wo er als Intendant und Chefdirigent die Hamburgische Staatsoper leitete. Während der Jahre in Frankfurt und Hamburg legte er besonderen Wert auf eine ausgewogene Spielplangestaltung, die traditionelle Opernproduktionen und innovatives Musiktheater zu vereinen suchte. Regisseure und Bühnenbildner wie András Fricsay, Rudolf Noelte, Volker Schlöndorff, Erich Wonder, Luc Bondy und Achim Freyer gaben während dieser Zeit vielbeachtete Debüts; Agnes Baltsa, Ileana Cotrubas, Eva Marton, Julia Varady und Hildegard Behrens begannen ihre internationale Karriere in Frankfurt. Dohnányi selbst trat als Regisseur von Mozarts "Le nozze di Figaro" und Beethovens "Fidelio" hervor.

Orchester und Chor