Stand: 04.02.2014 15:30 Uhr

Klassik für Schüler: "Das Dvořák-Experiment"

"Das Dvořák-Experiment - Ein ARD-Konzert macht Schule" ist ein bisher einzigartiges, bundesweites Musikvermittlungsprojekt der ARD, mit dem Schüler in ganz Deutschland für klassische Musik begeistert werden sollen.

Am 19. September 2014 spielt das NDR Sinfonieorchester in Hamburg unter der Leitung seines Chefdirigenten Thomas Hengelbrock Antonín Dvořáks Sinfonie Nr. 9 "Aus der neuen Welt". Die Sinfonie wird ab 11.15 Uhr live in allen Kulturradioprogrammen der ARD sowie im Deutschlandradio (Digitalkanal "Dokumente und Debatten") ausgestrahlt; außerdem gibt es das Konzert als Video-Livestream. Zielgruppe des Projekts sind Schüler der Klassen fünf bis zwölf. Sie können das "Dvořák-Experiment" bundesweit live mitverfolgen - entweder im Unterricht oder im Sendesaal der jeweiligen Landesrundfunkanstalt.

"Alle Kräfte im Edukationsbereich gebündelt"

"Die Besonderheit dieses Projekts liegt darin, dass die ARD erstmals alle Kräfte im Edukationsbereich gebündelt hat", sagt Joachim Knuth, NDR Programmdirektor Hörfunk und Vorsitzender der ARD Hörfunkkommission. "Damit haben wir beispielsweise die Voraussetzung geschaffen, dass sich Schüler bundesweit intensiv auf dieses Konzert vorbereiten und sich mit Dvořák und dessen 9. Sinfonie auseinandersetzen können."

Alle Rundfunkanstalten der ARD machen in den Wochen und Monaten vor dem Konzert spezielle Angebote - Dirigier-Workshops zum Beispiel, Videofilmprojekte oder Remix-Wettbewerbe. Online stehen alle notwendigen Informationen zur Verfügung, die von Lehrern und Schülern abgerufen werden können. Das Konzert am 19. September ist dann der Höhepunkt des "Dvořák-Experiments". "Davon erhoffen wir uns ein großes, gemeinsames Klangerlebnis für junge Menschen, das begeistert und das in den kommenden Jahren fortgesetzt wird", so Knuth.

Übertragung im Video-Livestream

ARTE Concert bietet das Konzert im Internet als Video-Livestream an, zu finden - wie zahlreiche Informationen zum Projekt - über die Website schulkonzert.ard.de. Hier können sich Schulklassen registrieren lassen, die planen, das Dvořák-Experiment am 19. September mitzuverfolgen. Das Konzert selbst wird moderiert. Geplant sind zudem Live-Schalten, zum Beispiel in eine Schule oder den Sendesaal einer Landesrundfunkanstalt.

Thomas Hengelbrock beim Eröffnungskonzert des SHMF 2013 © Axel Nickolaus
Thomas Hengelbrock freut sich darauf, junge Menschen für Klassik zu begeistern.

Thomas Hengelbrock hält die Sinfonie Nr. 9 von Dvořák für ein geniales Stück. Hier zeige sich die ganze Leidenschaft und Tiefe klassischer Musik: "Das ist ein Projekt für hoffentlich alle Schüler in Deutschland, um sie auch ein bisschen an die klassische Musik heranzuführen. Wir hoffen, dass wir mit unserer Schulsinfonie großes Interesse wecken und viele junge Leute dafür begeistern können."

Kooperation mit dem Deutschen Musikrat

Kooperationspartner der ARD bei "Das Dvořák-Experiment - Ein ARD-Konzert macht Schule" ist der Deutsche Musikrat. Er wird das Projekt am 19. September 2014 in Berlin durch ein Symposium zum Thema Musikvermittlung begleiten. Dessen Generalsekretär, Christian Höppner, sagt: "Der Deutsche Musikrat engagiert sich mit seiner musikpolitischen Arbeit für eine qualifizierte und kontinuierliche musikalische Bildung vor allem in den prägenden Jahren der Kinder- und Jugendzeit. Diese Arbeit wird durch Projekte wie das 'Dvořák-Experiment' gestärkt, daher freut sich der Deutsche Musikrat über die Kooperation mit den Hörfunkprogrammen der ARD."

Geplant ist, dass das Projekt "Ein ARD-Konzert macht Schule" - bei Erfolg der Pilotveranstaltung - künftig regelmäßig und in wechselnder Federführung von den Landesrundfunkanstalten der ARD angeboten wird. Für den Piloten im Herbst 2014 ist der NDR, derzeitiger Federführer in der ARD, verantwortlich.

Orchester und Chor