Zwischen Hamburg und Haiti

Mal herb - mal süß: Jerez in Andalusien

Sonntag, 12. Mai 2019, 07:30 bis 08:00 Uhr, NDR Info

Eine Sendung von Juliane Eisenführ

Sherry, Flamenco und rassige Pferde: Das ist Jerez. Eine kleine Stadt - wenn auch die fünftgrößte Andalusiens. Eine Stadt mit kurzen Wegen, romantischen Plätzen, vielen Restaurants und Bars. Gut 200.000 Menschen leben hier. In mildem Klima, nicht weit vom Atlantik und der Hafenstadt Cadiz entfernt. Die älteste Tradition der Region ist der Weinbau. Schon die Phönizier - vor mehr als 3.000 Jahren - kultivierten hier Trauben. Xera hieß der Ort bei ihnen, die Römer sagten Ceret, die Muslime Sherish. Die Engländer schließlich, im 19. Jahrhundert Hauptabnehmer des besonderen Weins der Region, nannten den edlen Tropfen wie die Stadt und machten ihn als Sherry weltberühmt.

Jerez bedeutet Sherry und Flamenco

Weltberühmt: die Königlich-Andalusische Reitschule

Zum Leben in Jerez gehört der Sherry ebenso wie der Flamenco. In Tanzschulen wird mit viel Rhythmus-Gefühl und Ausdruckskraft die hohe Kunst des Flamenco vermittelt. Das ist Andalusiens typischster Tanz, immaterielles UNESCO Weltkulturerbe und auch in den zahlreichen Flamenco-Bars allgegenwärtig. Tanz, Gesang, Gitarren... die Musik zieht sich durch die ganze Stadt. Bis in die Königlich-Andalusische Reitschule von Jerez. Dort "tanzen die Pferde", so der hauseigene Anspruch. Zu sehen sind edle spanische Tiere und ihre Dressur unter Führung eines ehemaligen spanischen Olympiareiters.