Stand: 12.01.2012 16:20 Uhr  | Archiv

... James Cook?

von Katharina Mahrenholtz, NDR Info
Portrait von James Cook (Montage) © picture-alliance / maxppp Foto: Bianchetti Stefano/danielschoenen
Ein Porträt von James Cook, der im 18. Jahrhundert gelebt hat und über die Meere segelte.

James Cook war ein bekannter Forscher und Seefahrer. Er wurde vor beinahe 300 Jahren in England geboren. Seine Eltern waren arm. Die Schule, die man damals noch bezahlen musste, konnte James nur besuchen, weil der Chef seines Vaters sie für ihn bezahlte. Bald fiel auf, dass James gut zeichnen und gut rechnen konnte. Er wurde Matrose auf einem Schiff und fuhr zur See.

In dieser Zeit führten England und Frankreich Krieg gegeneinander. James zeichnete, maß und berechnete so genaue Seekarten, dass die Engländer schließlich den Krieg gewannen - und James Cook stieg auf zum Schiffskommandanten. Er wurde vom englischen König beauftragt, eine große Forschungsreise zu unternehmen. Und zwar auf die Südhalbkugel der Erde.

Die Erforschung der Südhalbkugel

Die Welt war damals noch nicht so erforscht, vor allem die Südhalbkugel. Man vermutete dort neben Südamerika, was man schon kannte, ein großes Land - weil man glaubte, all das Land auf der Nordhalbkugel, also Europa und Asien zum Beispiel, bräuchte ein Gegengewicht, wie auf einer Waage. Das stimmt nicht, aber damals haben die Forscher es geglaubt.

James Cook fuhr mit einem großen Segelschiff und vielen Mann Besatzung los. An Bord hatte er nicht nur Seeleute, sondern auch Forscher für Pflanzen und Tiere, Kartenschreiber und Maler, um alles genau festzuhalten, was ihnen begegnete. Die Reise dauerte sehr lange, nämlich Monate und führte sie schließlich in die Südsee.

Cook entdeckte Neuseeland

James Cook, Heinrich Schliemann und Howard Carter (Montage). © picture-alliance / maxppp/KPA/TopFoto Foto: Bianchetti Stefano
Große Entdecker: James Cook, Heinrich Schliemann und Howard Carter (Montage).

Dann begann die sagenhafte Serie von Entdeckungen, die James Cook auf seinen Reisen gemacht hat: Zum Beispiel entdeckte er Neuseeland. Er vermaß die Küste und zeichnete eine genaue Karte. Dann segelte er weiter nach Australien. Viele kleinere und größere Inseln besuchte er auf seiner Reise, verzeichnete sie in Karten und erforschte sie: untersuchte das Land, die Pflanzen und Tiere. Zum Beispiel hüpfende Riesenhasen, die die Eingeborenen Kängurus nannten.

Und natürlich erforschten Cook und seine Leute auch die Menschen, die dort lebten. Er war fasziniert davon, wie einfach diese lebten: ohne viel Kleidung, ohne Geld, anscheinend ohne Sorgen. "In Wahrheit sind sie viel glücklicher als wir Europäer, da ihnen nicht nur Überfluss völlig unbekannt ist, sondern auch die in Europa so sehr begehrten Bequemlichkeiten", soll Cook gesagt haben.

Ein gerechter Kapitän

Er segelte in den kommenden Jahren noch zu zwei weiteren großen Forschungsreisen um die Welt. Er korrigierte  und erweiterte das Bild der Welt und entdeckte mehr Inseln und Seewege als alle vor und nach ihm. Darüber hinaus war er für viele ein Vorbild. James Cook ging sehr gut mit seinen Leuten um. Er war ein gerechter Kapitän, und er kümmerte sich sehr um die Gesundheit seiner Mannschaft.

Viele Seeleute waren auf langen Reisen an Skorbut erkrankt und gestorben, einer Krankheit, die man bekommt, wenn man lange nichts Frisches, also Obst und Gemüse isst. James Cook nahm viele Fässer Sauerkraut mit, das seiner Männer regelmäßig essen mussten.

Und: James Cook begegnete den unbekannten Völkern, den Bewohnern der neu entdeckten Inseln und Länder immer mit großem Respekt.

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Mikado | 15.01.2012 | 08:05 Uhr