Sendedatum: 03.10.2011 17:30 Uhr  | Archiv

Der letzte Schrei von gestern

Eine Sendung von Alexa Hennings

Paar tanzt den Charleston © dpa - Bildarchiv Foto: UPI
In den 20er-Jahren war der Charleston der absolute Modetanz.

Zu DDR-Zeiten durfte Josefine Edle von Krepl ihren Adelstitel nicht tragen, da war sie nur Josefine Krepl. In Ost-Berlin lernte sie Schneiderin, studierte Journalismus und Modedesign, als noch kein Mensch - zumindest im Osten - von Design sprach. Als Moderedakteurin der DDR-Frauenzeitschrift "Für Dich" musste sie „aus Nichts Bonbons drehen“- was hieß: kreativ sein auch mit den einfachsten Materialien.

Ihre eigentlichen Neigungen gingen in eine andere Richtung: Mit Omas schwarzem Taftkleid aus den 30er Jahren, das sie zum Abitur geschenkt bekam, begann ihre Sammelleidenschaft. Josefine Edle von Krepl stöberte in Müllcontainern, beim Altwarenhandel, auf Dachböden und Flohmärkten nach alten Kleidern. Rettete manch – einst teures, aber nun für wertlos gehaltenes Stück - vor dem Reißwolf und vor dem Vergessen.

Nach einer Odyssee samt Kleidern konnte sie ihren großen Traum verwirklichen: Sie zog in Meyenburg in ein Renaissanceschloß, das heute die wahrscheinlich weltgrößte Privatsammlung von Mode aus den Jahren 1900 bis 1970 beherbergt.

Das Frauenforum am 03. Oktober 2011 um 17.30 Uhr auf NDR Info.

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | | 03.10.2011 | 17:30 Uhr