Eine bewaffnete Drohne vom Typ MQ-9A Reaper der U.S. Air Force während der "Operation Enduring Freedom" im Irak. © WDR / dpa Foto: Staff Sgt. Brian Ferguson

das ARD radiofeature - Illegale Angriffe?

Sendung: Das Feature | 31.10.2021 | 11:04 Uhr | von Rühl, Bettina
53 Min | Verfügbar bis 26.10.2022

In Deutschland weitgehend unbemerkt, ist in Somalia US-Militär mit bewaffneten Drohnen im Einsatz. Mit ihnen sollen gezielt ausgewählte Menschen getötet werden. Die US-Regierung beteuerte lange Zeit, dass diese Toten ausnahmslos Anhänger terroristischer Vereinigungen seien. Erst neuerdings räumt sie wenige zivile Opfer ein, doch Kritiker vermuten hohe Zahlen.

Aus Sicht von Menschenrechtsorganisationen trägt Deutschland eine Mitverantwortung für den Drohnenkrieg der USA, da die Drohnenangriffe über den US-Luftwaffenstützpunkt in Ramstein gesteuert werden. Wie WDR-Recherchen zeigen, wird außerdem in Deutschland auch über die genauen Ziele der Angriffe entschieden. 2019 urteilte das Oberverwaltungsgericht Münster in einem ähnlich gelagerten Fall gegen die Bundesregierung. Strikter und präziser als bisher müsse Berlin in Washington darauf bestehen, dass Kampfeinsätze von US-Drohnen im globalen Anti-Terror-Krieg dem Völkerrecht entsprächen. Die juristische Auseinandersetzung über den Einsatz in Somalia ist noch nicht zu Ende. Verstoßen die Angriffe wirklich gegen Völkerrecht? Welche Rolle spielen die militärischen Stützpunkte der USA in Deutschland bei amerikanischen Kampfeinsätzen tatsächlich?

Ein Feature von Bettina Rühl
Produktion: WDR 2021

Verfügbar bis 26.10.2022
ndr.de/radiokunst

Eine bewaffnete Drohne vom Typ MQ-9A Reaper der U.S. Air Force während der "Operation Enduring Freedom" im Irak. © WDR / dpa Foto: Staff Sgt. Brian Ferguson

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