NDR Info Nachrichten vom 18.11.2019:

Regierung will Betriebsrenter stärker entlasten

Meseberg: Betriebsrentner in Deutschland sollen ab dem kommenden Jahr weniger Beiträge für die Krankenkasse zahlen müssen. Die Bundesregierung beschloss auf einer Klausurtagung im brandenburgischen Meseberg einen entsprechenden Gesetzentwurf von Gesundheitsminister Spahn. Wer mehr als rund 156 Euro Betriebsrente bekommt, muss aktuell den vollen Satz an die Krankenkasse zahlen. Ab 2020 ist nun ein Freibetrag von rund 159 Euro monatlich geplant. Erst ab dieser Höhe sollen dann überhaupt Beiträge auf die Betriebsrente fällig werden. Entlastet werden allerdings auch Bezieher höherer Betriebsrenten. Der gesetzlichen Krankenversicherung entgehen dadurch jährlich etwa 1,2 Milliarden Euro. Die Bundesregierung einigte sich zudem darauf, den Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung vorübergehend von 2,5 auf 2,4 Prozent des Bruttolohns zu senken. Außerdem billigte das Kabinett ein milliardenschweres Förderprogramm für die Elekto-Mobilität.| 18.11.2019 14:45 Uhr

Enercon bekennt sich zu Deutschland

Magdeburg: Der Windanlagenbauer Enercon hat sich trotz des angekündigten Stellenabbaus zum Standort Deutschland bekannt. Das Unternehmen plane weiter mit den Produktionswerken in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, erklärte Firmenchef Kettwig nach einem Krisentreffen mit Landespolitikern in Sachsen-Anhalt. In Zukunft wolle man sich mehr auf den internationalen Markt ausrichten. Enercon - einer der größten deutschen Hersteller von Windkraftanlagen - hatte in der vergangenen Woche einen massiven Stellenabbau angekündigt. Bis zu 3.000 Mitarbeiter könnten davon betroffen sein. Weltweit beschäftigt das Unternehmen nach eigenen Angaben rund 18.000 Menschen.| 18.11.2019 14:45 Uhr

Gericht will Vergleich in VW-Prozess anregen

Braunschweig: Im Musterverfahren des VW-Abgasskandals hat das Gericht einen Vergleich angeregt. Er werde im weiteren Prozessverlauf vorschlagen, entsprechende Gespräche zu führen, sagte der Vorsitzende Richter am Braunschweiger Oberlandesgericht. Der Autohersteller und der Bundesverband der Verbraucherzentralen zeigten sich hingegen weniger optimistisch. Sie lehnen einen Vergleich bislang ab. Das Musterverfahren gegen Volkswagen hatte Ende September begonnen. Mehrere Hunderttausend Diesel-Fahrer haben sich der Klage der Verbraucherschützer angeschlossen. Sie werfen dem Autobauer vor, seine Kunden vorsätzlich geschädigt zu haben und fordern Schadensersatz.| 18.11.2019 14:45 Uhr