NDR Info Nachrichten vom 29.10.2019:

Neuwahlgesetz in zweiter Lesung angenommen

London: Das britische Parlament hat dem Neuwahlgesetz von Premierminister Johnson in zweiter Lesung zugestimmt. Die Abgeordneten einigten sich ohne formelles Votum auf die Fortsetzung der Debatte. Der Premierminister strebt eine vorgezogene Parlamentswahl am 12. Dezember an. Ob es dazu kommt, hängt von einer Abstimmung in der dritten Lesung ab, mit der im Laufe des Abends gerechnet wird. Der Gesetzentwurf kann noch abgeändert werden. Die Liberaldemokraten und die Schottische Nationalpartei SNP unterstützen eine Neuwahl, wollen aber einen früheren Termin. Sie erhoffen sich von einer Wahl vor Beginn der vorlesungsfreien Zeit an der Universität mehr Stimmen junger Wähler.| 29.10.2019 21:00 Uhr

Günther verteidigt Merkel

Kiel: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Günther hat Kanzlerin Merkel gegen Kritik verteidigt. Günther sagte, es sei sehr offensichtlich, dass es hier darum gehe, alte Rechnungen zu begleichen. Er habe wenig Verständnis dafür. Natürlich müsse nach einem Wahlergebnis wie in Thüringen eine sorgsame Analyse erfolgen, betonte der CDU-Politiker. Es sei in Ordnung, eine kritische Debatte auch innerhalb der Partei zu führen. Ihn erinnere das aber an die Situation, in der sich die SPD befinde. Der frühere Unionsfraktionschef Merz hatte nach der Thüringen-Wahl das Erscheinungsbild der Bundesregierung als grottenschlecht bezeichnet und vor allem die Kanzlerin attackiert.| 29.10.2019 21:00 Uhr

Häusliche Pflege vor allem durch Frauen

Berlin: Der Sozialverband Deutschland fordert einen staatlichen Lohnausgleich für pflegende Angehörige - angelehnt an das Elterngeld. Verbandspräsident Bauer sagte, wenn es zu einem Pflegefall in der Familie komme, dann seien es in 70 Prozent der Fälle Frauen, die sich kümmerten und unbezahlte Sorgearbeit leisteten. Wer den Beruf zugunsten der Familie zurückstelle, werde mit einem geringeren Einkommen und einer geringeren Rentenanwartschaft bestraft, heißt es in einem Gutachten des Sozialverbands. Die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland lag Ende 2017 laut Statistischem Bundesamt bei 3,4 Millionen Menschen. Die Mehrzahl von ihnen wird ausschließlich durch Angehörige versorgt.| 29.10.2019 21:00 Uhr