NDR Info Nachrichten vom 22.10.2019:

Johnson legt Brexit-Gesetz auf Eis

London: Der britische Premierminister Johnson hat seine Gesetzgebung für den EU-Austritt auf Eis gelegt. Er reagierte damit auf eine Abstimmungsniederlage im Unterhaus. Die Abgeordneten lehnten seinen Zeitplan für die Debatte über die Brexit-Gesetze ab. Sie halten den Plan für zu straff. Johnson sagte, die EU müsse nun entscheiden, wie sie auf die Bitte des Parlaments nach einer Fristverlängerung antworte. Zugleich müsse er aber auch die Vorbereitungen für einen ungeregelten Austritt aus der Europäischen Union vorantreiben. Eine Sprecherin von EU-Kommissionspräsident Juncker erklärte auf Twitter, man nehme die Ergebnisse zur Kenntnis und erwarte Informationen von der britischen Regierung über die nächsten Schritte.| 22.10.2019 22:00 Uhr

Feuerpause für Nordsyrien wird verlängert

Sotschi: Russland und die Türkei haben für den Norden Syriens eine längere Waffenruhe ausgehandelt. Die Präsidenten Putin und Erdogan vereinbarten zudem gemeinsame Patrouillen in der Region. Das gab der russische Außenminister Lawrow nach einem Treffen der beiden Politiker in Sotschi bekannt. Die Feuerpause, die am Abend enden sollte, wurde um mehr als sechs Tage bis kommenden Dienstag verlängert. Erdogan nannte das Ergebnis seines Treffens mit Putin historisch. Man habe in Sachen Terrorbekämpfung, Gewährleistung der politischen und territorialen Einheit Syriens sowie der Rückkehr der Flüchtlinge eine Vereinbarung unterzeichnet. Die Türkei hatte eine Offensive gegen die kurdische YPG-Miliz auf syrischem Gebiet begonnen. International wird das Vorgehen kritisiert.| 22.10.2019 22:00 Uhr