NDR Info Nachrichten vom 15.10.2019:

USA fordern Ende der türkischen Invasion

Washington: Die USA haben eine Waffenruhe im Nordosten Syriens gefordet. Vizepräsident Pence sagte, die Türkei müsse ihre Militäroperation gegen die Kurdenmilizen sofort beenden. Präsident Trump habe ihn und den Nationalen Sicherheitsberater O"Brien damit beauftragt, zwischen den Konfliktparteien zu vermitteln. Als Reaktion auf den Angriff gegen die Kurden Verhängten die USA Sanktionen gegen mehrere türkische Minister. Präsident Trump kündigte außerdem an, die Zölle auf Stahlimporte aus der Türkei auf 50 Prozent zu erhöhen. Im Kampfgebiet in Nordsyrien starteten kurdische Verbände offenbar einen Gegenangriff auf das türkische Militär. Die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Großbritannien meldet, die Kurden hätten die Grenzstadt Ras al-Ain nach schweren Kämpfen zurückerobert.| 15.10.2019 12:15 Uhr

VW vertagt Beschluss über Werk in der Türkei

Wolfsburg: Volkswagen hat angesichts der Militäroperation der Türkei in Nordsyrien den Beschluss für ein neues Werk nahe Izmir verschoben. Ein Konzernsprecher sagte, der Vorstand habe die Entscheidung vertagt. Man beobachte die gegenwärtige Lage sorgfältig und blicke mit Sorge auf die derzeitige Entwicklung. Ursprünglich hatte VW-Produktionsvorstand Trostmann schon für Anfang des Monats einen Beschluss in Aussicht gestellt. In dem Werk bei Izmir könnten laut den Plänen pro Jahr 300.000 Fahrzeuge gefertigt werden und insgesamt bis zu 4.000 Arbeitsplätze entstehen.| 15.10.2019 12:15 Uhr

EEG-Umlage verteuert Strompreise

Berlin: Stromkunden in Deutschland müssen sich auf höhere Preise einstellen. Grund sei ein Anstieg der sogenannten EEG-Umlage, teilten die Netzbetreiber mit. Sie werde im kommenden Jahr bei etwa 6,75 Cent pro Kilowattstunde liegen. Dies seien 5,5 Prozent mehr als in diesem Jahr. Die EEG-Umlage macht ungefähr ein Viertel des Strompreises aus. Das Geld wird dafür verwendet, dass Produzenten von Ökostrom eine feste Vergütung für die Einspeisung ihres Stroms erhalten - unabhängig vom jeweiligen Marktpreis. Energieexperten gehen davon aus, dass auch die Netzentgelte steigen werden. Sie machen ebenfalls ein Viertel des Strompreises aus.| 15.10.2019 12:15 Uhr

WWF kritisiert neue Fangmengen für Ostsee

Hamburg: Die Umweltorganisation WWF hat die von der EU beschlossenen Fangmengen für die Ostseefischerei als zu hoch kritisiert. Sie seien ein riskantes Spiel für das Ökosystem und gefährdeten die Zukunft von Fischbeständen und Fischern, so der WWF. Für den Hering in der westlichen Ostsee empfiehlt die Umweltorganisation einen Fangstopp. Beim Dorsch fordert der WWF eine Kürzung der Quote um 68 Prozent statt der beschlossenen 60 Prozent. Der Landesfischereiverband Schleswig-Holstein hat hingegen entsetzt auf die Fangquotenregelung der Europäischen Union reagiert. Der stellvertretende Verbandsvorsitzende Schmöde sagte, die vereinbarten Kürzungen beim Dorsch und Hering träfen die Fischereibetriebe schwer.| 15.10.2019 12:15 Uhr