NDR Info Nachrichten vom 14.10.2019:

EU verurteilt Syien-Offensive der Türkei

Luxemburg: Die Europäische Union hat die Türkei aufgefordert, ihre Truppen aus Nordsyrien umgehend abzuziehen. Bundesaußenminister Maas sagte nach einem Treffen mit seinen EU-Kollegen, der türkische Militäreinsatz werde von allen verurteilt. Die Intervention gefährde die Stabilität und Sicherheit in dem Gebiet und führe zu noch größerem Leid von Zivilisten. Als Konsequenz forderten die Außenminister, Waffen-Exporte an die Türkei zu stoppen. Auf ein gemeinsames Lieferverbot konnten sie sich allerdings nicht einigen. Brüssel setze weiterhin auf einen Dialog, erklärte Maas. In Nordsyrien wird die Lage zunehmend bedrohlicher. Truppen der Regierung von Präsident Assad rückten heute in das Gebiet vor und unterstützen dort die Kurdenmilizen gegen türkische Soldaten. Bis zu 200.000 Menschen sind vor den Kämpfen auf der Flucht.| 14.10.2019 20:00 Uhr

Separatisten-Demos: Verkehrschaos in Katalonien

Barcelona: Nach den Urteilen des spanischen Obersten Gerichtes gegen führende katalanische Separatisten hat es in der Region Protestaktionen gegeben. Tausende Demonstranten sorgten etwa am Flughafen von Barcelona für ein Verkehrschaos. Mehrere Flüge wurden wegen der Aktionen gestrichen. In der U-Bahn-Station des Flughafens verhinderten Polizisten mit Schlagstöcken, dass Menschen in die Abflughalle eindrangen. In Girona legten Demonstranten Reifen und Holz auf Bahngleise. Zu den Protestaktionen und einer geplanten Großkundgebung im Stadtzentrum von Barcelona haben mehrere Separatistenorganisationen aufgerufen. Am Vormittag hatte der Oberste spanische Gerichtshof neun katalanische Separatistenführer wegen Aufruhrs und Veruntreuung öffentlicher Gelder zu Haftstrafen zwischen neun und 13 Jahren verurteilt.| 14.10.2019 20:00 Uhr

Gedenkgottesdienst in Halle

Halle: In einem ökumenischen Gottesdienst haben etwa 800 Menschen der Opfer des Anschlags in der Stadt an der Saale gedacht. Der Landesbischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Kramer, sagte in seiner Predigt, die Tür zur Synagoge habe gehalten - das sei das Wunder von Halle. Aber zwei Menschen seien ermordet worden - das sei die Wunde von Halle, die nicht so schnell verheilen werde. Der Vorsteher der jüdischen Gemeinde, Privorozki, dankte für die Solidarität, die seiner Gemeinde zuteil geworden sei. Ein Rechtsextremist hat gestanden, am Mittwoch eine 40 Jahre alte Frau und einen 20-jährigen Mann erschossen zu haben, nachdem er vergeblich versucht hatte, in die Synagoge einzudringen. Zwei weitere Menschen wurden verletzt.| 14.10.2019 20:00 Uhr

Wirtschaftsnobelpreis geht an Forscher-Trio

Stockholm: Der Wirtschaftsnobelpreis geht in diesem Jahr an ein Forscher-Trio - die gebürtige Französin Esther Duflo, ihren aus Indien stammenden Ehemann Abhijit Banerjee und den Amerikaner Michael Kremer. Das hat die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften bekannt gegeben. Ausgezeichnet werden die Wissenschaftler für ihre Forschungen zur Linderung der weltweiten Armut. Sie hätten unter anderem gezeigt, wie sich die Schulbildung und die Gesundheit von Kindern mit kleinen Schritten verbessern ließen, heißt es in einer Erklärung der Akademie. Die in Frankreich geborene Duflo ist erst die zweite Frau, die den Wirtschaftsnobelpreis erhält. Alle drei Forscher lehren an US-Universitäten.| 14.10.2019 20:00 Uhr