NDR Info Nachrichten vom 19.09.2019:

Bundesausschuss entscheidet über Trisomie-Bluttest

Berlin: In der Diskussion über Bluttests bei Schwangeren zur Früherkennung einer Trisomie des ungeborenen Kindes fällt heute eine wichtige Entscheidung. Der gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken will festlegen, ob der Test künftig von den Krankenkassen bezahlt wird. Dabei geht es nur um Frauen mit Risikoschwangerschaften und nicht um einen generellen Anspruch. Der Bluttest gilt anders als die bislang übliche Fruchtwasseruntersuchung als risikolos. Er ist bereits seit 2012 möglich, muss von den Frauen aber bislang selbst bezahlt werden. Mit ihm kann untersucht werden, ob das Kind mit Down-Syndrom auf die Welt käme. Bei einer solchen genetischen Abweichung ist das Chromosom 21 dreifach vorhanden, daher die Bezeichnung Trisomie 21.| 19.09.2019 08:45 Uhr

Golfregion: USA und GB für diplomatische Lösung

London: Im Konflikt in der Golfregion haben sich die USA und Großbritannien für eine diplomatische Reaktion auf die Angriffe auf saudische Ölanlagen ausgesprochen. Aus dem Büro des britischen Premierministers Johnson hieß es, man sei sich mit US-Präsident Trump zwar einig, dass die Angriffe zu verurteilen seien. Allerdings sei eine vereinte, diplomatische Antwort der internationalen Partner notwendig. Zuvor hatte die US-Regierung mitgeteilt, dass die USA und Saudi-Arabien darin übereinstimmten, dass Iran für die Angriffe auf saudische Ölanlagen verantwortlich sei. Irans Verhalten sei bedrohlich, aggressiv und rücksichtslos. Die iranische Führung bestreitet eine Beteiligung an den Angriffen.| 19.09.2019 08:45 Uhr

Gericht spricht Ex-Fukushima-Manager frei

Tokio: Achteinhalb Jahre nach der Atomkatastrophe in Fukushima hat ein Gericht drei frühere Topmanager des Kraftwerkbetreibers Tepco freigesprochen. Das Bezirksgericht in Tokio befand den ehemaligen Vorsitzenden und zwei seiner Stellvertreter für nicht schuldig, Informationen über einen möglichen Tsunami ignoriert und notwendige Sicherheitsmaßnahmen unterlassen zu haben. Die Staatsanwaltschaft hatte das den Angeklagten vorgeworfen und Haftstrafen gefordert. Die Verteidigung hatte argumentiert, der Tsunami und die daraus resultierenden Folgen seien nicht vorhersehbar gewesen. Im Atomkraftwerk von Fukushima war es im März 2011 nach einem gewaltigen Erdbeben und dem darauf folgenden Tsunami zu schwersten Schäden am Reaktor und schließlich zur Kernschmelze gekommen.| 19.09.2019 08:45 Uhr

Mehr als 40 Schüler in Jugendcamp erkrankt

Grömitz: In einem Zeltlager im Kreis Ostholstein befinden sich mehr als 40 Kinder und Jugendliche sowie Betreuer in Quarantäne. Sie hatten über Magen-Darm-Beschwerden geklagt und sich erbrochen, teilte die zuständige Leitstelle mit. Feuerwehr und Rettungsdienst mussten zu einem Großeinsatz ausrücken. Ob ein Virus oder eine Lebensmittelvergiftung die Beschwerden ausgelöst hat, ist noch unklar. Die Betroffenen aus der Region Hannover sind von den restlichen Camp-Teilnehmern getrennt. Mit der Isolation soll die Ausbreitung einer Krankheit verhindert werden.| 19.09.2019 08:45 Uhr