NDR Info Nachrichten vom 18.09.2019:

Sturmschäden bei der Bahn: weiter Einschränkungen

Hannover: Nach den Sturmschäden auf mehreren Bahn-Strecken in Norddeutschland normalisiert sich die Lage nur langsam. Wie die Bahn mitteilte, gibt es auf einigen Strecken weiter Einschränkungen im Zugverkehr. Umgestürzte Bäume, Unrat und Teile abgedeckter Dächer müssten von den Gleisen geholt werden. Durch den Sturm seien zudem Oberleitungen beschädigt worden. Auf der Strecke zwischen Hannover und Bremen fallen derzeit noch die Fernzüge weitgehend aus, regionale Verbindungen würden aber stattfinden. Auch zwischen Hannover und Hamburg gibt es noch Einschränkungen. Der Sturm war gestern Abend über Norddeutschland hinweggezogen. Der Bahnverkehr kam teilweise zum Erliegen, betroffen war vor allem Niedersachsen. Bei Hannover mussten 200 Reisende in zwei Zügen übernachten. Weitere 300 Passagiere saßen mehrere Stunden nahe der Stadt Nienburg in einem ICE fest.| 18.09.2019 09:15 Uhr

Kabinett: Krankmeldungen künftig digital

Berlin: Arbeitnehmer sollen sich künftig unbürokratischer krankmelden können. Das Bundeskabinett will dazu heute ein Gesetz beschließen. Demnach sollen die gelben Scheine in Papierform abgeschafft werden und Arbeitgeber die entsprechenden Daten künftig direkt bei den Krankenkassen abrufen. Das würde ein bereits beschlossenes Gesetz ergänzen, wonach Ärzte ab 2021 Krankschreibungen von Patienten elektronisch an die Kassen übermitteln. Weiteres Thema des Kabinetts ist der Bundeswehr-Einsatz gegen die Terrorgruppe Islamischer Staat. Der Plan für ein neues Mandat sieht vor, die Stationierung deutscher Tornado-Aufklärer in Jordanien und den Einsatz von Tankflugzeugen für die Anti-IS-Koalition nur noch bis Ende März 2020 zu verlängern.| 18.09.2019 09:15 Uhr

USA verurteilen Anschläge in Afghanistan

Washington: Die USA haben die jüngsten Anschläge in Afghanistan scharf verurteilt. US-Außenminister Pompeo erklärte, mit den Angriffen zeigten die Islamisten eine eklatante Missachtung der Menschen und der Institutionen in Afghanistan. Um eine Aussöhnung in dem Land zu erreichen, müssten die Taliban damit beginnen, sich für Frieden zu engagieren. Bei zwei Anschlägen in der afghanischen Hauptstadt Kabul und in der Provinz Parwan waren gestern mindestens 48 Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt worden. | 18.09.2019 09:15 Uhr

US-Klage wegen Snowden-Memoiren

Washington: Die US-Regierung verklagt den früheren Geheimdienstmitarbeiter Snowden wegen der Veröffentlichung seiner Memoiren. Nach Ansicht des Justizministeriums verstößt der als Whistleblower bekannt gewordene Snowden mit seinem Buch gegen Vertraulichkeitsvereinbarungen mit den Geheimdiensten CIA und NSA. Die Regierung wolle aber nicht die Veröffentlichung des Werkes stoppen, sondern auf die Einnahmen zugreifen, die durch das Buch erzielt würden, erklärte das Ministerium. Snowden hatte 2013 NSA-Dokumente zu Ausspäh-Aktivitäten an Journalisten gegeben. Er lebt seit Jahren in Russland, das ihm Asyl gewährt hat.| 18.09.2019 09:15 Uhr