NDR Info Nachrichten vom 09.09.2019:

Johnson droht weitere Niederlage im Unterhaus

London: Das britische Unterhaus stimmt heute erneut über die von Premierminister Johnson abgestrebten Neuwahlen ab. Es gilt als unwahrscheinlich, dass Johnson die dafür nötige Zwei-Drittel-Mehrheit bekommt. Die Opposition lehnt Neuwahlen solange ab, bis die Gefahr eines harten Brexits gebannt ist. Johnson will Großbritannien am 31. Oktober aus der EU führen, notfalls auch ohne Abkommen. Das Parlament hat aber bereits ein Gesetz gegen den sogenannten No-Deal-Brexit verabschiedet. Es sieht vor, dass die Regierung die EU um eine Verlängerung der Frist bitten muss, sollte kein Abkommen zustande kommen. Königin Elisabeth II. wird das Gesetz voraussichtlich heute unterzeichnen.| 09.09.2019 06:45 Uhr

Textilsiegel "Grüner Knopf" wird vorgestellt

Berlin: Bundesentwicklungsminister Müller stellt am Vormittag das staatliche Textilsiegel "Grüner Knopf" offiziell vor. Es wird an Firmen vergeben, die eine Reihe von sozialen und ökologischen Kriterien bei der Textilproduktion einhalten. Dazu gehören etwa Mindestanforderungen an den Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie eine hohe Transparenz der Unternehmen. Das staatliche Siegel ist freiwillig. Wer es erhalten möchte, muss einen von Prüfern wie dem TÜV und der Dekra geleiteten Prozess durchlaufen. Am Nachmittag wird in Berlin außerdem eine Überlebende des Unglücks in einer Textilfabrik in Bangladesch von ihren Erfahrungen mit den dortigen Arbeitsbedingungen berichten. Beim Einsturz des Fabrikgebäudes 2013 waren mehr als 1.100 Menschen ums Leben gekommen.| 09.09.2019 06:45 Uhr

Iran: Maas warnt vor Eskalation

Berlin: Bundesaußenminister Maas hat vor einer militärischen Eskalation des Atomkonflikts mit dem Iran gewarnt. Alle müssten jetzt verantwortungsvoll handeln, sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Es wäre das völlig falsche Signal, wenn der Iran weitere Verpflichtungen aus dem Atomabkommen nicht mehr nachkomme, betonte Maas. Er forderte Teheran auf, zur vollen Einhaltung des Vertrags zurückzukehren. Am Wochenende hatte der Iran leistungsstärkere Zentrifugen zur schnelleren und effektiveren Urananreicherung in Betrieb genommen. Die Führung in Teheran verletzt damit eine weitere Vereinbarung aus dem Atomabkommen. Mit dem schrittweisen Rückzug aus dem Vertrag reagiert der Iran auf den einseitigen Ausstieg der USA im vergangenen Jahr.| 09.09.2019 06:45 Uhr