NDR Info Nachrichten vom 02.09.2019:

Sachsen und Brandenburg: Suche nach Regierungspartnern

Dresden: In Sachsen und Brandenburg haben die bisherigen Regierungsbündnisse nach den Landtagswahlen keine Mehrheit mehr. Sowohl der sächsische Regierungschef Kretschmer von der CDU als auch Brandenburgs Ministerpräsident Woidke von der SPD brauchen einen dritten Partner, um weiterregieren zu können. Beide hatten im Vorfeld der Wahlen ein Bündnis mit der AfD ausgeschlossen. In Sachsen ist nach dem vorläufigen Endergebnis eine sogenannte Kenia-Koalition aus CDU, SPD und Grünen eine Option. Trotz Verlusten holten die Christdemokraten im Freistaat mit 32,1 Prozent die meisten Stimmen. Ihr bisheriger Koalitionspartner SPD fiel auf 7,7 Prozent. Zweitstärkste Kraft ist künftig die AfD mit 27,5 Prozent. In Brandenburg ist ebenfalls ein rot-schwarz-grünes Bündnis möglich oder eine Koalition von SPD, Linken und Grünen. Hier rutschten die Sozialdemokraten auf 26,2 Prozent ab. Die AfD erreichte 23,5 Prozent, die CDU 15,6 Prozent.| 02.09.2019 07:45 Uhr

Althusmann: Abgrenzung zur AfD ist wichtig

Hannover: Niedersachsens CDU-Chef Althusmann hat die Union zu einem klaren Kurs gegen die AfD aufgefordert. Althusmann sagte auf NDR Info, das Wahlergebnis in Sachsen zeige, dass man sich deutlich abgrenzen müsse. In Brandenburg sei es der CDU dagegen nicht gelungen, mit eigenen Themen wahrgenommen zu werden. Zugleich forderte Althusmann die Parteien auf, den Bürgern wieder stärker zuzuhören. Ähnlich äußerte sich Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Schwesig. Auf NDR Info sagte sie, vor allem in Ostdeutschland hätten viele das Gefühl, dass sie nur wahrgenommen würden, wenn etwa Rechtsextreme in Chemnitz aufmarschierten. Für den Alltag der Menschen interessiere sich die Politik zu wenig.| 02.09.2019 07:45 Uhr

SPD bestätigt Chefkandidaten

Berlin: Bei der SPD kämpfen in den kommenden Wochen voraussichtlich acht Kandidatenduos um den Parteivorsitz. Von den Sozialdemokraten hieß es, an dieser Bewerberlage habe sich voraussichtlich nichts mehr geändert. Gestern Abend war die Frist für Interessenten abgelaufen. Zu den Bewerber-Duos gehören Finanzminister Scholz und die Brandenburger Abgeordnete Geywitz sowie Niedersachsens Innenminister Pistorius und Sachsens Integrationsministerin Köpping. Heute trifft sich der Wahlvorstand der SPD, um das Kandidatenfeld endgültig zu bestätigen.| 02.09.2019 07:45 Uhr

Argentinien schränkt Devisenkäufe ein

Buenos Aires: Argentinien hat neue Kontrollen angekündigt, um die Schuldenkrise in den Griff zu bekommen. Die Regierung ordnete an, Devisenkäufe zu beschränken. Die Regelung gilt für große Exporteure in Argentinien. Sie dürfen fremde Währungen nur dann kaufen, wenn sie eine Genehmigung dafür bekommen. Auch für Überweisungen von Devisen ins Ausland benötigen sie eine Zustimmung. Mit den Maßnahmen soll die heimische Währung - der Peso - gestärkt werden. Er verlor seit Mitte August mehr als 20 Prozent zum US-Dollar. In den vergangenen Tagen spitzte sich die Schuldenkrise in Argentinien noch einmal zu. Drei große Ratingagenturen stuften das Land herab.| 02.09.2019 07:45 Uhr