NDR Info Nachrichten vom 24.08.2019:

Militäreinsatz gegen Waldbrände in Brasilien

Brasilia: Brasiliens Präsident Bolsonaro hat einen Militäreinsatz zur Bekämpfung der Waldbrände im Amazonasbecken angekündigt. Dazu erließ er ein Dekret. Zugleich sprach er von Umwelt-Kriminalität und einem harten Durchgreifen gegen die Brandstifter. Bolsonaro hatte vorher Umweltschützer für die Feuer verantwortlich gemacht. Aktivisten dagegen werfen dem Präsidenten vor, den Regenwald durch Brandrodungen für Weideflächen zu zerstören. Frankreichs Präsident Macron schlug vor, beim G7-Gipfel an diesem Wochenende im französischen Biarritz über Aufforstung und einen Stopp der industriellen Entwaldung in dem Gebiet zu beraten.| 24.08.2019 04:00 Uhr

Haftstrafen für drei Deutsche kurz vor G7-Gipfel

Biarritz: Kurz vor dem G7-Gipfel in der französischen Küstenstadt hat ein Gericht in einem Nachbarort drei Deutsche zu Haftstrafen verurteilt. Die 18- bis 22-Jährigen müssen wegen geplanter Gewalttaten für zwei bis drei Monate ins Gefängnis. Sie waren am Mittwoch an einer Autobahn-Mautstelle bei Biarritz festgenommen worden. In ihrem Auto fanden Polizisten den Behörden zufolge unter anderem eine Tränengasgranate, Sturmhauben und linksextreme Dokumente. Die Beschuldigten gaben an, sie wollten in Spanien campen.| 24.08.2019 04:00 Uhr

USA erhöhen nochmals Zölle auf Importe aus China

Washington: Die US-Regierung will die Sonderzölle auf Importe aus China weiter erhöhen. Präsident Trump kündigte per Twitter an, betroffen seien chinesische Waren im Wert von umgerechnet 224 Milliarden Euro. Der Zollsatz soll im Oktober von 25 auf 30 Prozent steigen. Für weitere Waren kündigte er einen Aufschlag von 15 Prozent an. Bislang war für diesen Bereich von September an ein Satz von zehn Prozent vorgesehen. Trump reagierte damit auf die Ankündigung Chinas, US-Produkte mit weiteren Zöllen zu belegen.| 24.08.2019 04:00 Uhr

Flüchtlinge von "Ocean Viking" gehen an Land

Valletta: Nach wochenlanger Wartezeit auf dem Mittelmeer haben die 356 Flüchtlinge das Rettungsschiff "Ocean Viking" offenbar verlassen. Die Migranten gingen Medienberichten zufolge in Malta an Land. Marineboote hatten die Menschen vom Schiff der Hilfsorganisationen "Ärzte ohne Grenzen" und "SOS Méditerranée" geholt und in den Hafen gebracht. Vorher hatten sich Deutschland und fünf weitere EU-Staaten dazu verpflichtet, die Geretteten aufzunehmen.| 24.08.2019 04:00 Uhr