NDR Info Nachrichten vom 04.08.2019:

Texas: Mann erschießt 20 Menschen in Kaufhaus

El Paso: Im US-Bundesstaat Texas hat ein Angreifer in einem Kaufhaus mindestens 20 Menschen erschossen. Außerdem gab es 26 Verletzte. Mehrere Opfer schweben in Lebensgefahr. Die Polizei konnte den mutmaßlichen Schützen festnehmen. Den Angaben zufolge handelt es sich um einen 21-Jährigen aus der Nähe von Dallas. Damit liege sein Wohnort rund 1.000 Kilometer vom Tatort entfernt. Die Ermittler schließen ein Hassverbrechen nicht aus. Laut Polizei wurde ein entsprechendes Schriftstück gefunden. Allerdings sei unklar, ob es wirklich von dem Festgenommenen stamme. US-Präsident Trump verurteilte auf Twitter die Tat. Es gebe keine Begründung oder Entschuldigungen für die Tötung unschuldiger Menschen.| 04.08.2019 08:00 Uhr

Sea-Eye: Malta nimmt Flüchtlinge vorerst auf

Valletta: Die 40 Migranten auf dem Seerettungsschiff "Alan Kurdi" dürfen heute von Bord. Das kündigte die deutsche Hilfsorganisation Sea-Eye an. Die Flüchtlinge sollen von einem maltesischen Marineschiff an Land gebracht werden. Regierungschef Muscat teilte mit, Malta nehme die Menschen nur vorübergehend auf. Sie würden auf andere europäische Staaten verteilt. Deutschland und die EU-Kommission hätten eine Lösung gefunden. Details nannte Muscat nicht. Die "Alan Kurdi" hatte die Bootsflüchtlinge am Mittwoch vor der libyschen Küste aufgenommen. Die italienischen Behörden verweigerten jedoch das Anlegen auf der Insel Lampedusa. Seitdem wartete die Besatzung 45 Kilometer vor Malta auf eine Entscheidung.| 04.08.2019 08:00 Uhr

Hunderte Festnahmen in Moskau

Moskau: Bei Protesten für freie Wahlen hat die russische Polizei wieder Hunderte Oppositionsanhänger festgenommen. Nach Angaben des Innenministeriums kamen 600 Demonstranten in Gewahrsam. Bürgerrechtler geben die Zahl dagegen mit mehr als 800 an. Unter den Festgenommenen sind auch bekannte Oppositionelle wie die Anti-Korruptionskämpferin Ljubow Sobol. Auf Bildern von der Kundgebung waren vermummte Polizisten zu sehen, die mit Knüppeln auf Demonstranten einschlugen. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International verurteilte einen unnötigen und exzessiven Einsatz von Gewalt. Es soll mehrere Verletzte gegeben haben. Hintergrund der Proteste sind die Moskauer Stadtratswahlen Anfang September. Die Wahlkommission hat bislang nur Kreml-treue Politiker registriert. Fast 60 Oppositions-Kandidaten wurden aus formalen Gründen nicht zugelassen.| 04.08.2019 08:00 Uhr