NDR Info Nachrichten vom 19.07.2019:

Exzellenz-Unis: Hamburg erhält Zuschlag

Hamburg: Nur eine norddeutsche Hochschule ist im Wettbewerb um den Titel als Exzellenz-Universität erfolgreich gewesen. Der begehrte Titel ging nach Hamburg. Die Universität erhält den Status zum ersten Mal. Ein Gremium aus Wissenschaft und Politik hatte die Gewinner in Bonn bekanntgegeben. Dazu zählen unter anderem die RWTH Aachen, der Berliner Verbund aus Freier Universität, Humboldt-Universität und Technischer Universität sowie die Technische Universität Dresden. Sie erhalten von November an mindestens sieben Jahre lang zusätzliche staatliche Unterstützung in Millionenhöhe.| 19.07.2019 19:45 Uhr

Merkel: Reform der EU-Asylpolitik wäre gut

Berlin: Bundeskanzlerin Merkel unterstützt den Vorstoß der künftigen EU-Kommissionschefin von der Leyen zur Asylpolitik. Merkel sagte auf ihrer Sommer-Pressekonferenz, es sei gut, dass von der Leyen das Dublin-System angehen wolle. Dies sei wichtig, nicht zuletzt wegen des Streits über die Seenotrettung von Geflüchteten. Von der Leyen hatte angekündigt, die europäische Asylpolitik zugunsten der Mittelmeerstaaten zu reformieren. Konkrete Pläne gibt es aber noch nicht. Das Dublin-Verfahren sieht vor, dass der EU-Staat für das Asylverfahren zuständig ist, in dem der Antragsteller erstmals europäischen Boden betreten hat. Dies sind meist südeuropäische Staaten.| 19.07.2019 19:45 Uhr

Verkehrsministerium stellt Pkw-Maut -Verträge ins Netz

Berlin: Die Betreiber-Verträge zur geplatzten Pkw-Maut stehen nun für jeden einsehbar im Internet. Das Verkehrsministerium veröffentlichte mehr als 2600 Seiten, die bisher nur Bundestagsabgeordnete vertraulich lesen durften. Das Interesse an den Verträgen ist groß, weil Minister Scheuer sie mit zwei Unternehmen abgeschlossen hatte, bevor Rechtssicherheit bestand. Nach dem Stopp der Maut durch den Europäischen Gerichtshof könnten sich nun Schadenersatz-Ansprüche der Firmen ergeben.| 19.07.2019 19:45 Uhr

Gericht weist Entschädigungsklage zum Estonia-Unglück ab

Papenburg: Die Meyer Werft muss keinen Schadenersatz wegen des Untergangs der Ostseefähre "Estonia" vor 25 Jahren zahlen. Ein Gericht in Frankreich wies Klagen gegen die Werft ab. Auch eine französische TÜV-Stelle wurde entlastet. Beiden habe kein grobes oder vorsätzliches Fehlverhalten nachgewiesen werden können, entschieden die Richter. Etwa 1000 Überlebende und Opferangehörige hatten mehr als 40 Millionen Euro verlangt. Die "Estonia" war im September 1994 auf der Fahrt von der estnischen Hauptstadt Tallinn nach Stockholm bei stürmischer See gesunken. 852 Menschen kamen damals ums Leben. Eine Untersuchung ergab Konstruktionsmängel an der Bugklappe, die bei dem Unglück abriss.| 19.07.2019 19:45 Uhr