NDR Info Nachrichten vom 16.07.2019:

Von der Leyen neue Kommissionspräsidentin

Straßburg: Das Europaparlament hat Ursula von der Leyen zur neuen Präsidentin der Europäischen Kommission gewählt. Für die CDU-Politikerin stimmten 383 Abgeordnete, und damit neun mehr, als für die absolute Mehrheit nötig waren. Damit steht erstmals eine Frau an der Spitze der EU-Kommission. Offiziell tritt von der Leyen die Nachfolge des Luxemburgers Jean-Claude Juncker am 1. November an. Angesichts des knappen Wahlausgangs äußerte sich von der Leyen erleichtert. Nach ihrer Nominierung durch die EU-Staats- und Regierungschefs vor zwei Wochen hätte sie vermutlich noch keine Mehrheit bekommen, sagte die CDU-Politikerin in der ARD. Durch harte Arbeit sei es ihr aber gelungen, die pro-europäischen Kräfte hinter sich zu versammeln, so von der Leyen.| 16.07.2019 21:00 Uhr

Gratulationen für von der Leyen aus Deutschland

Berlin: Die Wahl Ursula von der Leyens zur EU-Kommissionspräsidentin ist in Deutschland auf große Zustimmung gestoßen. Bundespräsident Steinmeier gratulierte der CDU-Politikerin und schrieb, sie übernehme die Verantwortung an der Spitze der EU in einer herausfordernden Zeit, in der die Bedeutung der europäischen Einigung vielfach in Zweifel gezogen werde. Kanzlerin Merkel sagte, sie freue sich auf eine gute Zusammenarbeit mit der neuen Kommissionspräsidentin. Sie sei überzeugt, dass von der Leyen die Herausforderungen mit großem Elan angehen werde. Bundesaußenminister Maas schrieb auf Twitter, man werde künftig gemeinsam an der vereinten und starken EU arbeiten, für die von der Leyen geworben habe. CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer sprach von einem historischen Tag für Europa. Sie zeigte sich zugleich enttäuscht, dass ausgerechnet Sozialdemokraten und Grüne aus Deutschland gegen eine deutsche Kandidatin gestimmt hätten.| 16.07.2019 21:00 Uhr

Lagarde kündigt Rücktritt für Mitte September an

Washington: Die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Lagarde, will ihr Amt am 12. September offiziell niederlegen. Bis dahin will sie ihre Aufgaben ruhen lassen. Hintergrund ist ihre Nominierung als Präsidentin der Europäischen Zentralbank. Die Französin erklärte, sie wolle mit ihrer Entscheidung größere Klarheit schaffen und den Auswahlprozess für ihre Nachfolge an der IWF-Spitze beschleunigen. Traditionell wird der Internationale Währungsfond von einem Europäer geleitet.| 16.07.2019 21:00 Uhr