NDR Info Nachrichten vom 15.07.2019:

EU will Sanktionen gegen Türkei beschließen

Brüssel: Die EU-Außenminister wollen heute Sanktionen gegen die Türkei beschließen. Hintergrund sind die türkischen Bohrungen nach Erdgas vor Zypern. Ankara beharrt darauf, dass die Gewässer zum Norden der Insel gehören, den die Türkei seit 1974 besetzt. Die EU hält die Bohrungen dagegen für illegal. Als Strafmaßnahmen planen die europäischen Außenminister, die Verhandlungen mit Ankara über ein Luftverkehrsabkommen auszusetzen und EU-Hilfen zu kürzen. Außerdem könnte die Europäische Zentralbank vorerst keine Kredite mehr an die Türkei vergeben. Die EU-Außenminister beraten heute auch darüber, wie mit Bootsflüchtlingen im Mittelmeer umgegangen werden soll. Der italienische Ressortchef Milanesi hat neue Vorschläge angekündigt.| 15.07.2019 07:15 Uhr

Iran stellt Bedingungen für Gespräche mit USA

Teheran: Iran ist nur unter bestimmten Bedingungen bereit, die Verhandlungen mit den USA wiederaufzunehmen. Präsident Ruhani sagte, vor einem Treffen müssten die Vereinigten Staaten die Sanktionen gegen sein Land aufheben und zu dem internationalen Atomabkommen zurückkehren. Die USA hatten das Abkommen vor einem Jahr einseitig aufgekündigt. Inzwischen hält Iran mehrere Auflagen im Zusammenhang mit seinem Atomprogramm nicht mehr ein. Gestern ist der iranische Außenminister Sarif in New York eingetroffen. Offiziell will er eine Rede beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen halten.| 15.07.2019 07:15 Uhr

Vereinzelte Razzien bei US-Einwanderern

Washington: Die von US-Präsident Trump angekündigten landesweiten Razzien zur Ausweisung illegaler Einwanderer sind offenbar weitgehend ausgeblieben. Medienberichten zufolge gibt es kaum Hinweise auf massive Aktionen. Die "New York Times" meldete unter Berufung auf Mitarbeiter des Heimatschutzministeriums, die Pläne für großangelegte Festnahmen seien in letzter Minute revidiert worden. Nun plane die Regierung kleinere Festnahmen im Laufe der Woche. Trump hatte am vergangenen Freitag Razzien in zehn Städten angekündigt. In den USA leben Schätzungen zufolge rund elf Millionen Menschen ohne Aufenthaltspapiere. Großangelegte und koordinierte Abschiebungen hat es in den vergangenen Jahren schon mehrfach gegeben, auch unter Präsident Obama.| 15.07.2019 07:15 Uhr