NDR Info Nachrichten vom 08.07.2019:

Hamburg will gerettete Flüchtlinge aufnehmen

Hamburg: Bürgermeister Tschentscher hat sich in den Streit um die Aufnahme der geretteten Bootsflüchtlinge aus dem Mittelmeer eingeschaltet. Tschentscher betonte im NDR, Hamburg sei bereit, aus dem Mittelmeer geborgene Flüchtlinge aufzunehmen. Das habe der Senat dem Bundesinnenministerium auch schriftlich mitgeteilt. Die Hansestadt habe schon in der Vergangenheit gezielt Flüchtlinge von den Schiffen aufgenommen, die im Mittelmeer Menschenleben retten. Luxemburgs Außenminister Asselborn forderte klare Strukturen für die Seenotrettung in der Region. Es würden mehr Schiffe gebraucht und es müsse im Vorhinein klar sein, wo diese einlaufen könnten, so Asselborn. Der Minister rief die EU-Mitgliedsstaaten erneut zu Solidarität auf.| 08.07.2019 22:00 Uhr

Keine deutschen Bodentruppen nach Syrien

Berlin: Die Bundesregierung hat die US-Bitte um deutsche Bodentruppen für den Einsatz gegen den sogenannten Islamischen Staat in Syrien abgewiesen. Sprecher Seibert betonte, dass die Regierung nur die bisherigen militärischen Beiträge fortführen wolle. Die Bundeswehr hat derzeit Tornado-Aufklärungsjets, ein Tankflugzeug und Ausbilder im Irak im Einsatz. Insgesamt sind daran knapp vierhundert deutsche Soldaten beteiligt. Der kommissarische Chef der SPD-Bundestagsfraktion, Mützenich, betonte, auch die Flüge der Tornados sowie die Luftbetankung müssten wie verabredet bis Ende Oktober eingestellt werden. Die Stärke des IS rühre vor allem aus den innenpolitischen Verhältnissen in den Herkunftsländern. Deutschland könne besser bei der örtlichen Regierungsarbeit helfen, so Mützenich.| 08.07.2019 22:00 Uhr