NDR Info Nachrichten vom 27.06.2019:

Kassel: Tausende demonstrieren gegen Rechts

Kassel: Nach dem gewaltsamen Tod des Regierungspräsidenten Lübcke haben am Abend in der hessischen Stadt Tausende Menschen gegen rechte Gewalt demonstriert. Zu der Kundgebung hatten die Stadt Kassel und ein Bündnis von Institutionen und Organisationen aufgerufen. Ziel sei, ein Zeichen gegen die Spaltung der Gesellschaft und für eine tolerante, demokratische und friedliche Region zu setzen. Nach Polizeiangaben versammelten sich vor dem Regierungspräsidium mehr als 8.000 Menschen. Die Bundesanwaltschaft hatte im Zusammenhang mit dem Fall Lübcke heute zwei weitere Verdächtige festnehmen lassen. Einer von ihnen soll dem mutmaßlichen Täter die spätere Tatwaffe besorgt haben, der andere soll den Kontakt hergestellt haben.| 27.06.2019 19:15 Uhr

Geständnisse im Fall Lügde

Detmold: Die drei Angeklagten im Prozess um den hundertfachen Kindesmissbrauch auf einem Campinggplatz in Lügde haben Geständnisse abgelegt. Die Männer räumten am ersten Verhandlungstag die gegen sie erhobenen Vorwürfe weitestgehend ein. Die beiden Hauptbeschuldigten sollen über Jahre hinweg zahlreiche Jungen und Mädchen sexuell missbraucht haben. Alle Opfer waren minderjährig. Manche Gewalttaten filmten die beiden laut Staatsanwaltschaft. Der dritte Angeklagte soll sich den Missbrauch live im Internet angeschaut und zu den Taten angestiftet haben. Der Prozess wird morgen fortgesetzt. Das Landgericht in Detmold will einige Opfer als Zeugen befragen. Nach Auskunft ihrer Anwälte soll es dabei aber nach den Geständnissen nicht mehr um die konkreten Taten gehen.| 27.06.2019 19:15 Uhr

Schüsse vor Moschee in Frankreich - zwei Verletzte

Brest: In Frankreich ist es am Abend zu einem Zwischenfall vor einer Moschee gekommen. Nach Angaben der Polizei hat ein unbekannter Mann vor dem Gotteshaus in Brest in der Bretagne Schüsse abgegeben. Zwei Menschen seien verletzt worden, der Schütze sei auf der Flucht. Frankreichs Innenminister Castaner teilte auf Twitter mit, Sicherheitskräfte seien mit einem Großaufgebot im Einsatz. Die Hintergründe der Schießerei sind unklar.| 27.06.2019 19:15 Uhr