NDR Info Nachrichten vom 11.05.2019:

Trump erhöht Druck im Handelsstreit weiter

Washington: US-Präsident Trump lässt den Zollstreit mit China angesichts festgefahrener Verhandlungen weiter eskalieren. Der Handelsbeauftragte Lighthizer erklärte, Trump habe seine Behörde angewiesen, einen entsprechenden Prozess in Gang zu bringen. Dabei sollten auch die Zölle auf alle übrigen chinesische Importe erhöht werden, die bislang noch nicht betroffen gewesen seien. In dieser neuen Runde gehe es um Waren im Wert von etwa 300 Milliarden Dollar. Eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht getroffen worden, so Lighthizer.| 11.05.2019 05:00 Uhr

USA schicken erneut Kriegsschiff in dem Nahen Osten

Washington: Die USA verstärken wegen des Konflikts mit dem Iran ihr Militär im Nahen Osten. Laut Pentagon wurden ein Kriegsschiff und ein Flugabwehrraketensystem in die Region verlegt. Die USA hatten vor einigen Tagen bereits einen Flugzeugträger und mehrere Langstreckenbomber dorthin geschickt. Zugleich warnte auch die amerikanische Seefahrtsbehörde zivile US-Schiffe wie Frachter vor möglichen Attacken. Hintergrund ist der Streit um Teherans Atomprogramm.| 11.05.2019 05:00 Uhr

Wahlwiederholung in Istanbul "Farce"?

Brüssel: Der EU-Nachbarschaftskommissar Hahn hat die Begründung der türkischen Wahlbehörde für die Wiederholung der Bürgermeisterwahl in Istanbul als Farce bezeichnet. Hahn sagte der "Welt am Sonntag", die Behörde habe die Gründe noch immer nicht dargelegt. Die zuständige Kommission hatte am Montag die Bürgermeisterwahl in Istanbul annulliert. Sie gab damit einem Antrag der dort unterlegenen Partei von Präsident Erdogan statt.| 11.05.2019 05:00 Uhr

NOZ: Gewerkschaften für Kapitalismusdebatte

Berlin: Auch die Gewerkschaften drängen auf eine Debatte über Kapitalismus und Soziale Marktwirtschaft. Der DGB-Vorsitzende Hoffmann sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", der Kapitalismus sei teils aus den Fugen geraten. Es sei eine berechtigte Frage, wie sich der soziale Zusammenhalt angesichts des rasanten Wandels stärken lasse. Die Diskussion über die Zukunft der Sozialen Marktwirtschaft müsse offensiv geführt werden, verlangte Hoffmann.| 11.05.2019 05:00 Uhr