NDR Info Nachrichten vom 05.05.2019:

SPD lobt Spahns Pläne für Impfpflicht

Berlin: Bundesgesundheitsminister Spahn hat für seine Pläne, eine gesetzliche Impfpflicht gegen Masern einzuführen, auch vom Koalitionspartner Zustimmung erhalten. SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach schreibt auf Twitter, Spahns Vorschlag gehe in die richtige Richtung und eigne sich als Grundlage eines entsprechenden Gesetzes. Ohne eine Impfpflicht könnten die Masern nicht besiegt werden, so Lauterbach. Alles andere würde nur Zeit und Opfer kosten. Der Präsident der Bundesärztekammer, Montgomery, sprach von einem wichtigen Schritt zur richtigen Zeit. Der Gesetzentwurf des Bundesgesundheitsministers sieht empfindliche Geldstrafen für Eltern vor, die ihre Kinder ohne ausreichende Impfung zur Schule schicken. Kleinkinder ohne Impfschutz sollen vom Kita-Besuch ausgeschlossen werden. Die Neuregelung soll nach Spahns Vorstellungen am 1. März 2020 in Kraft treten.| 05.05.2019 14:00 Uhr

Netanjahu kündigt weitere Vergeltungsangriffe an

Jerusalem: Israels Premierminister Netanjahu hat nach den jüngsten Unruhen weitere Vergeltungsangriffe angekündigt. Er habe die Truppen angewiesen, die Angriffe auf Ziele im Gazastreifen fortzusetzen, sagte Netanjahu bei einer Kabinettssitzung. Außerdem solle die Armee vor Ort mit zusätzlichen Panzern, Artillerie und Bodentruppen verstärkt werden. In den vergangenen Tagen hatte sich die Lage in und um Gaza erneut zugespitzt. Radikale Palästinenser schossen mehrere hundert Geschosse Richtung Israel ab, die israelische Armee griff daraufhin Stellungen der radikal-islamischen Hamas an. Bei den Auseinandersetzungen sind bislang sieben Menschen ums Leben gekommen.| 05.05.2019 14:00 Uhr

Papst ruft Bulgarien zur Aufnahme von Migranten auf

Sofia: Papst Franziskus hat Bulgarien zur Aufnahme von Migranten aufgerufen. Nach einem Treffen mit Staatschef Rumen sagte der Papst, man solle vor Menschen, die vor Krieg und Armut Zuflucht suchten, die Augen, das Herz und die Hände nicht verschließen. Gleichzeitig erinnerte Franziskus daran, dass auch rund zwei Millionen Bulgaren in anderen europäischen Ländern auf der Suche nach besseren Lebensmöglichkeiten seien. Er appellierte an die bulgarische Regierung, günstige Bedingungen zu schaffen, damit vor allem junge Menschen im Land bleiben.| 05.05.2019 14:00 Uhr