NDR Info Nachrichten vom 02.05.2019:

Merkel besucht Mali und Niger

Gao: Kanzlerin Merkel setzt ihre Westafrika-Reise heute mit einem Besuch im Norden Malis fort. Dort trifft sie Bundeswehrsoldaten, die im Rahmen der UN-Mission Minusma eingesetzt sind. Im Anschluss will sie in Nigers Hauptstadt Niamey mit Präsident Issoufou sprechen. Der Innenminister des Landes, Bazoum, forderte in der Zeitung "Welt" weitere EU-Hilfen. Dabei verwies er darauf, welche Rolle sein Land bei der Verringerung der Flüchtlingsströme spiele. Zum Auftakt ihrer Reise hatte Merkel bei einem Treffen mit den Staatschef der sogenannten G5-Sahel-Länder in Burkina Faso zugesagt, die Region stärker im Kampf gegen Terrorismus zu unterstützen. Außerdem betonte sie, wie wichtig ein Ende der Libyen-Krise sei. Neben Niger und Burkina Faso gehören auch Mauretanien, Mali und Tschad zu den G5-Sahel. Die Länder hoffen, durch ihren Zusammenschluss besser gegen Terroristen vorgehen zu können.| 02.05.2019 09:45 Uhr

Kirche in Venezuela ruft zu Ende der Gewalt

Caracas: In Venezuela haben die Bischöfe des Landes zu einem Ende der Gewalt aufgerufen. Der Staat müsse das Recht auf friedliche Proteste respektieren, erklärte Erzbischof Azuaje. Stattdessen hätten die Zahl der Verletzten und die Verhaftungen zugenommen. Gestern waren Anhänger der Opposition und Anhänger der Regierung in Venezuela erneut auf die Straße gegangen. Einsatzkräfte setzten Tränengas gegen Sympathisanten von Oppositionsführer Guaidó ein. Zahlreiche Menschen wurden verletzt; in unterschiedlichen Berichten ist zudem von einer oder zwei Toten die Rede. Eine Lösung im Machtkampf zwischen Präsident Maduro und dem selbsternannten Übergangspräsidenten Guaidó ist nicht in Sicht.| 02.05.2019 09:45 Uhr

EU treibt Import von US-Flüssiggas voran

Brüssel: Die EU-Kommission will den Import von Flüssiggas aus den USA vorantreiben. Auf einer Konferenz in Brüssel will Energiekommissar Cañete dazu die Details mit US-Energieminister Perry besprechen. Perry will außerdem zwei Lieferverträge unterzeichnen. Hintergrund ist eine Vereinbarung von EU-Kommissionspräsident Juncker und US-Präsident Trump vom vergangenen Juli. Juncker hatte den Ausbau der Gasimporte damals zugesagt, um eine Eskalation im Handelsstreit mit den USA abzuwenden. Umweltschützer kritisieren sowohl die Gewinnung des Gases durch sogenanntes Fracking als auch das Verflüssigen für den Transport.| 02.05.2019 09:45 Uhr