NDR Info Nachrichten vom 25.04.2019:

Banken-Fusion abgesagt: Scholz zeigt Verständnis

Frankfurt am Main: Deutsche Bank und Commerzbank haben ihre Fusionspläne abgesagt. Die Vorstände seien zu dem Ergebnis gekommen, dass ein Zusammenschluss keinen ausreichenden Mehrwert bieten würde, teilten die beiden Geldhäuser mit. Sie verwiesen unter anderem auf Risiken bei der Umsetzung der Pläne und auf hohe Organisationskosten. Die beiden Privatbanken hatten seit Mitte März formell über eine Fusion beraten. Finanzminister Scholz zeigte Verständnis für die Entscheidung. Der SPD-Politiker sagte, solche Kooperationen ergäben nur einen Sinn, wenn sie sich betriebswirtschaftlich rechneten. Die deutsche Industrie sei bei ihrem globalen Handeln aber auf konkurrenzfähige Kreditinstitute angewiesen.| 25.04.2019 15:45 Uhr

Grüne und Linke fordern Stärkung der Demokratie

Berlin: Politiker der Grünen und der Linken haben verlangt, mehr in politische Bildung und die Stärkung der Demokratie zu investieren. Sie reagierten damit auf eine Studie, nach der in Deutschland die Vorbehalte gegenüber Asylbewerbern wachsen. Grünen-Fraktionschef Hofreiter sagte, es müsse mehr für Prävention getan werden. Der Parlamentarische Geschäftsführer der Linksfraktion im Bundestag, Korte, forderte, sich deutlich gegen rechte und rassistische Positionen zu stellen. Auch der Paritätische Wohlfahrtsverband rief die Menschen dazu auf, mutig für Offenheit, Vielfalt und Menschenrechte einzutreten. Laut der heute veröffentlichten Studie im Auftrag der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung äußerten sich 54,1 Prozent der Befragten abwertend über Asylsuchende. Vor drei Jahren waren es demnach noch 49,5 Prozent.| 25.04.2019 15:45 Uhr

BGH verhandelt über Einnahmen der Umwelthilfe

Karlsruhe: Der Bundesgerichtshof prüft seit heute die Klageaktivitäten der Deutschen Umwelthilfe. Konkret geht es um die Frage, ob der Verband missbräuchlich Profit mit seinem gemeinnützigen Status macht. Diesen Vorwurf hatte ein Autohändler gegen die Organisation erhoben. Anlass des Rechtsstreits war eine Internet-Werbung für einen Neuwagen. Die Umwelthilfe hatte bemängelt, dass Angaben über den CO2-Ausstoß und den Spritverbrauch des Autos unzureichend seien. Sie verlangte Unterlassung und erhob eine Abmahngebühr. Dagegen wehrte sich der Autohändler. Aus seiner Sicht ging es dem Verbraucherverband nicht um Wettbewerbsregeln, sondern um finanziellen Profit.| 25.04.2019 15:45 Uhr